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Tadano-Geschäftsführer Jens Ennen betont: Kein Standort wird aufgegeben

Videobotschaft von Tadano-Chef an Mitarbeiter : Geschäftsführer Jens Ennen reagiert auf „Gerüchteküche“

Tadano-Demag-Geschäftsführer Jens Ennen hat sich in einer Videobotschaft an seine Mitarbeiter gewandt. Ennen sagte, die „Gerüchteküche“ brodele bezüglich einiger Fragen rund um den Kranbauer, er wolle diesbezüglich Klarheit schaffen.

So werde im Unternehmen kolportiert, bei Tadano seien derart viele Stellen abgebaut worden, dass man operativ nicht mehr in der Lage sei, die Arbeiten adäquat durchzuführen. Das sei falsch, entgegnete Ennen. Tadano habe sich zwar leider in der aktuellen Krise von vielen Mitarbeitern trennen müssen, aber das Unternehmen sei „zukunftsfähig“.

Der Geschäftsführer sagte ferner, es gebe Gerüchte, Tadano wolle „mittelfristig Standorte schließen“. Ennen erwiderte deutlich, dies sei „an den Haaren herbeigezogen“.

Tadano habe „vom ersten Tag an“ kommuniziert, dass alle Standorte erhalten würden. Dieses Vorgehen werde auch unterstützt durch das Mutterunternehmen Tadano Ltd. in Takamatsu in Japan. Es würden alle Standorte benötigt, alle seien „extrem wichtig“ für den Fortbestand von Tadano in Europa.

Der Geschäftsführer kündigte eine Harmonisierung der IT-Landschaft an – bislang passten die System an den Standorten in Zweibrücken und Lauf (Sitz des Schwesterunternehmens Tadano Faun) nicht vernünftig zusammen, Anfang 2022 soll es ein SAP-System für alle Standorte geben.

Ennen machte in seiner Videobotschaft klar, dass es noch einige Baustellen im Unternehmen gibt. So müsse das Produktportfolio zwingend überarbeitet werden (siehe auch nebenstehenden Bericht), es gebe hier zwischen Zweibrücken und Lauf „Überlappungen“. Der Kunde wisse teilweise gar nicht so recht, für welches Produkt er sich denn nun entscheiden solle.

Ein Modell, in größerer Stückzahl gefertigt, sei besser zu vermarkten – und helfe auch der Einkaufsabteilung des Unternehmens.

Die Raupenkrane seien eine weiter große Baustelle. Der Rückgang bei den Stückzahlen sei 2020 massiv gewesen und so schlecht wie schon seit 30 bis 40 Jahren nicht mehr.

Der Manager appellierte an den Teamgeist der Mitarbeiter. Alle sollten ihr Tun hinterfragen und stets aufs Neue prüfen, wo Prozesse verbessert werden könnten.