Stühle zu Botschaftern gemacht

Bis 24. August zeigt das Stadtmuseum Zweibrücken eine Sonderausstellung von Herzog-Wolfgang-Realschülern. Thema: „Deine Demokratie! Mach dich stark – zeig Interesse!“

Die Herzog-Wolfgang-Realschule plus, die sich bereits als "Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage" und Modellschule für Partizipation und Demokratie sowie Schwerpunktschule für Inklusion profiliert hat, hat nun an einem weiteren Projekt teilgenommen. Im Rahmen des bundesweiten Projektes "Demokratie Leben! - Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" haben sich alle Siebtklässler mit Initiatorin Sarina Wolf, der Künstlerin Bärbel Grub-Hapke und ihren Lehrkräften einem Kunstprojekt verschrieben. Herausgekommen sind kleine Kunstwerke in Form von Bildern, bemalten Steinen und bemalten Stühlen. Die Ergebnisse sind seit gestern Abend sogar als Sonderausstellung "Deine Demokratie ! Mach dich stark - zeig Interesse!" im Zweibrücker Stadtmuseum zu sehen. Bei der Vernissage waren die jungen Künstler nicht nur anwesend, sondern neben Kulturamtsleiter Thilo Huble der Pädagogischen Leitung Sarina Wolf und Museumsleiterin Charlotte Glück in das Rahmenprogramm der Ausstellungseröffnung involviert. Und dafür haben sich sie sich mit ihren Lehrern jede Menge einfallen lassen, um ihre Auffassung zur Demokratie wiederzugeben - zum Beispiel mit Liedern, einem eigens geschriebenen Rap, kurzen Sketchen oder selbst geschrieben Schildern. Wolf lobte besonders das große Engagement der Kinder, und dass, obwohl das Interesse am Thema nicht von Anfang an so groß war. In der Ausstellung zeigten die Schüler, wie viel Experte in ihnen steckt und erklärten geduldig die jeweilige Botschaft ihrer Kunst. So auch Cedric Rustorfer, Hassan Suleimann, Nico Schulz, Lilly Kampmann, Sina Berger und Lena Schneider, die Stühle in Botschaftsträger verwandelt haben. So steht einer der Stühle für Freiheit, einer für Rechte und einer für Einigkeit. Die Motive haben sich die Sechs selbst einfallen lassen. "Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, war aber auch sehr viel Arbeit", erzählt Cedric Rustorfer. Aber sie sind sich einig: Das Ergebnis, sowie der Spaß an der Gruppenarbeit habe sich dafür gelohnt.