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Strompreis-Entwicklung noch offen

Strompreis-Entwicklung noch offen

Zweibrücken. Eine gute Nachricht deutete der Geschäftsführer der Zweibrücker Stadtwerke auf Nachfrage an. "Beim Gaspreis passiert zum 1. Januar wahrscheinlich nichts." Das heißt, der zuletzt im Oktober 2011 erhöhte Gaspreis bleibt - vorausichtlich - weiter stabil. Den erhöhten Bezugspreis beim Gas könnten die Stadtwerke noch kompensieren

Zweibrücken. Eine gute Nachricht deutete der Geschäftsführer der Zweibrücker Stadtwerke auf Nachfrage an. "Beim Gaspreis passiert zum 1. Januar wahrscheinlich nichts." Das heißt, der zuletzt im Oktober 2011 erhöhte Gaspreis bleibt - vorausichtlich - weiter stabil. Den erhöhten Bezugspreis beim Gas könnten die Stadtwerke noch kompensieren.Nicht kompensieren könnten die Stadtwerke die von außen aufgelegten Umlagen auf den Strompreis. Brennemann wollte sich aber auf eine Aussage, dass der Strompreis steigt, nicht festlegen. "Am 8. November tagt der Aufsichtsrat. Da wird die Kalkulation vorgelegt und der Strompreis festgelegt." Bis dahin könne sich noch einiges ändern. "Die politische Diskussion ist bei dem Thema noch im Fluss."

Dabei verweist Brennemann auf Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel, die die Rabatte für energieintensive Unternehmen auf den Prüfstand stellen möchte. Diese Unternehmen zahlen keine Ökostrom-Umlage. Allein diese Ausnahmen machen 0,5 Cent des aktuellen Anstiegs der EEG-Umlage aus. Die Netzbetreiber hatten angekündigt, die Förderumlage für erneuerbare Energien von 3,6 Cent pro Kilowattstunde auf rund 5,3 Cent zu erhöhen (wir berichteten). Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt müsste danach rund 60 Euro im Jahr mehr zahlen.

Doch neben der "politisch gewollten" und vom Gesetzgeber verabschiedeten EEG-Umlage würden auch die Netzentgelte, die Umlage für Offshore-Windanlagen und die KWK-Umlage in die Kalkulation einfließen. "Das sind noch unbekannte Faktoren, die den Strompreis beeinflussen. Deshalb können wir noch nicht sagen, wie sich der Strompreis ändert."

Bei der Strompreiserhöhung im Februar hatte der Stadtwerke-Geschäftsführer die höheren Bezugskosten als einen Grund genannt. Dazu noch die Umlage für erneuerbare Energien sowie die Stromnetzengeltverordnung, bei der stromintensive Unternehmen von Entgelten befreit werden. Das müssten die anderen Stromkunden ausgleichen. In Zweibrücken gibt es nach Angaben Brennemanns weiter kein Unternehmen, das von Nutzungentgelten befreit ist.