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Streetfood-Festival in Zweibrücken wächst und wird exotisch

2. Zweibrücker Streetfood-Festival : Food-Festival wächst und wird exotisch

Für die zweite Auflage sind 30 Teilnehmer gemeldet. Es gibt Süßes, Saures – und für Mutige einen Stand mit Insekten.

Wenn Otto Normalverbraucher Insekten begegnet, dann zumeist mit einem Staubsauger, einem feuchten Lappen oder einer Klatsche in der Hand. Für die zweite Auflage des Streetfood-Festivals Ende dieses Jahres in Zweibrücken sollte er vielleicht besser etwas anderes mitbringen – nämlich einen knurrenden Magen.

Denn unter den 30 angemeldeten Teilnehmern des zweiten Zweibrücker Streetfood-Festivals ist auch ein Anbieter, der Exotik pur für den Gaumen bietet: Snacks aus Insekten. Das erklärt Andreas Michel, Vorsitzender der Zweibrücker Händler-Vereinigung Gemeinsamhandel, auf Anfrage unserer Zeitung.

„Wir haben für dieses Jahr 30 Anmeldungen. Das sind mehr als bei unserem ersten Streetfood-Festival Ende 2018. Da waren es 22“, freut sich Michel über die starke Resonanz.

Dem Einzelhandels-Sprecher ist klar, dass natürlich nicht jeder bei solch exotischen Genüssen zugreifen wird – obwohl laut Experten Insekten als nahrhaft und eiweißreich gelten. In einigen Ländern werden Insekten folglich durchaus gerne verputzt. Aber der klassische europäische Magen ist doch andere Kost gewohnt und die soll beim zweiten Streetfood-Festival nicht zu kurz kommen, versichert Michel.

„Wir haben Süßes und Saures, Herzhaftes, Deftiges – für jeden ist etwas dabei.“ Ein Stand biete Maultaschen feil, ein anderer Burger, es gebe Nudelgerichte, süße Waffeln und und und.

Das ganze stehe unter dem Motto „Ende gut, alles gut“ – schließlich findet die Schlemmerei zum großen Jahresfinale statt. Das Festival ziehe sich wieder über zwei Tage: Samstag, 28. Dezember und Sonntag, 29. Dezember. Erneut ist der Schlossplatz der Veranstaltungsort.

Auch die Kleinen kommen auf ihre Kosten, so gebe es etwa ein Kinderkarussell, sagt Michel. Da die Händler natürlich von dem zu erwartenden Besucher-Ansturm auch etwas haben wollen, wird am Sonntag, 29. Dezember, ein verkaufsoffener Sonntag begangen – der letzte für dieses Jahr.

„Im vergangenen Jahr hatten wir insgesamt 2000 Besucher. Dieses Jahr könnten es noch mehr werden“, hofft Michel. Schließlich sei es nun bereits die zweite Auflage des Streetfood-Festivals, es habe sich gewiss bei etlichen Menschen in der Region herumgesprochen, dass sich der Besuch lohne. „Wenn nur das Wetter mitspielt . . .“, hofft der Gemeinsamhandel-Chef.

Schmaus oder Graus? Auf anderen Festen in Deutschland gibt es bereits Imbisse, die Snacks aus Insekten anbieten. Foto: dpa/Caroline Bock

Auch bei der Premiere 2018 war ein verkaufsoffener Sonntag begleitend zu dem Schlemmer-Festival durchgeführt worden, Michel hatte danach gestrahlt, das sei vermutlich der stärkste verkaufsoffene Sonntag von ganz 2018 gewesen. So soll es auch heuer sein.