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Nawi Zweibrücken: Sternschuppen beim Picknick schauen

Nawi Zweibrücken : Sternschuppen beim Picknick schauen

Der Naturwissenschaftliche Verein (Nawi) Zweibrücken lädt an die Sternwarte ein.

(red) Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen. Seit jeher verknüpfen wir Sternschnuppen mit Wunschmagie. Gerade jetzt, im August, sind bei klarem Wetter die Sternschnuppen, wie wir die Meteoren am Himmel nennen, in großer Zahl zu beobachten, eine magische Zeit. Der große Meteorenstrom der Perseiden aus dem Sternbild des Perseus läuft ab Samstag, 11. August, auf seinen Höhpunkt zu. An diesem dunklen Neumondabend sind Sterne und Sternschnuppen besonders gut zu beobachten.

So lädt der Naturwissenschaftliche Verein (Nawi) Zweibrücken für den kommenden Samstagabend Interessierte an die Sternwarte auf dem Campus ein. Die „lange Nacht der Sternschnuppen“ wird mit einem gemeinsamen „Wünsch-Dir-Was-Picknick“ gefeiert. Beginn ist um 21 Uhr.

„Dieses beginnende Maximum des Perseiden-Stroms ist ein Augenschmaus. Mit der Einladung zum Picknick wollen wir es um einen Gaumenschmaus bereichern“, erklärt Klaus Portscheller, Gründungsmitglied im Nawi. „Bringen Sie Essen und Trinken und eine Picknickdecke mit und machen Sie es sich bei uns gemütlich“, ermuntert der Nawi in seiner offiziellen Einladung.

Auch ein Fernglas tut gute Dienste, um neben dem Sternschnuppenregen der Perseiden auch andere Sternenkonstellationen am dunklen Nachthimmel zu beobachten. „Wir werden über den Abend hinweg verschiedene Kugelsternhaufen, Galaxien und Nebel aufsuchen, die in dieser Nach zu sehen sind“, versprechen die Veranstalter. Der Verein ist mit mehreren, kompetenten Ansprechpartnern vertreten, die gerne Fragen zu allen Themen rund um Sterne und Universum beantworten. Sie werden mehrere Teleskope rund um die Sternwarte platzieren und diese für gezielte Beobachtungen öffnen. So stehen auch unsere nächsten Nachbarn, die Planeten in unserem Sonnensystem, auf dem Programm.

Da es zu späterer Stunde bereits kühler werden kann, empfiehlt der Nawi, sich auch eine Jacke und etwas zum Zudecken mitzubringen, um gemeinsam unter dem Sternenhimmel zu träumen. Und einen handgeschriebenen Wunschzettel, um die Magie der Stunde zu nutzen.

Bereits die große Sonnenfinsternis am Vollmondabend vor zwei Wochen erlebten fast 400 Menschen aus Zweibrücken und dem weiten Umkreis hier gemeinsam. Mit seinen Veranstaltungen an der Sternwarte verbindet der Nawi die Naturphänomene mit einem gesellschaftlichen Ereignis. „Wir freuen uns auf einen unvergesslichen Abend!“ sagt Klaus Portscheller stellvertretend.

Die Meteore, die für die Sternschnuppen der Perseiden sorgen, stammen vom Kometen 109P/Swift-Tuttle, der auf seiner Umlaufbahn rund 133 Jahre benötigt um die Sonne zu umrunden. Dabei verliert er Teile, die als Staubpartikel den Meteorstrom bilden. Die Trümmerteile von 109P/Swift-Tuttle bewegen sich mit 60 Kilometer pro Sekunde, womit sie zu den sehr schnellen Meteoren gehören. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.