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Standort Zweibrücken für Heimstiftung keine Option

Standort Zweibrücken für Heimstiftung keine Option

Diakonische Einrichtung will ihre Kliniken in einem Neubau konzentrieren.

Die evangelische Heimstiftung Pfalz sucht zwar in der gesamten Süd- und Vorderpfalz nach einem Baugrundstück für einen großen Krankenhausneubau. Doch die Rosenstadt und ihre Möglichkeiten rund ums Areal des Ex-Evangelischen am Oberen Himmelsberg hat sie dabei nicht im Visier, erklärt Stiftungssprecher Martin Müller.

Hintergrund der Suche sind Pläne des diakonischen Trägers, seine beiden Suchtkliniken im südwestpfälzischen Hermersbergerhof und in Landau an einem gemeinsamen Standort zusammenzulegen. Wie Müller berichtet, sei Landau der Wunschstandort für den Neubau: "Weil wir dort schon eine Klinik haben, sind wir bekannt und vernetzt." Die ambulante Reha arbeite mit Fachkliniken in Neustadt und Landau zusammen. "Doch jetzt müssen wir uns vielleicht davon verabschieden", so Müller. Denn in der Stadt habe man nichts gefunden. Der neue Plan: einen geeigneten Ort zu finden, "der nicht ewig weit weg von Landau ist".

Zweibrücken habe man daher nicht in den Blick genommen, denn dort müsste man bei Null anfangen, erklärt der Sprecher. Doch: "Falls wir weiter gar nichts finden, müssten wir neu überlegen", so Müller. Die Heimstiftung Pfalz zählt neben Zoar Rockenhausen, den Diakonissen Speyer-Mannheim und dem Ex-Klinikträger Landesverein für Innere Mission in der Pfalz (LVIM) zu den vier großen diakonischen Trägern der Evangelischen Kirche der Pfalz. Nachdem der LVIM sein Zweibrücker Krankenhaus abgewickelt hat, wird die weitere Verwendung des Gebäudes geprüft. Möglich ist ein Abriss in wenigen Jahren. Aber auch das Gelände gegenüber der Klinik, dort, wo dessen Vorgänger stand, war schon einmal als Baustein einer "Gesundheitsmeile" geplant. Sollte dort ein Investor eine Klinik bauen wollen, müsste letztlich der Stadtrat über Änderungen im Bebauungs- und Flächennutzungsplan entscheiden, erläutert Stadtsprecher Heinz Braun. Auch eine eventuelle Umnutzung des Krankenhausgebäudes gegenüber müsste durch den Rat. Zweibrückens Oberbürgermeister Kurt Pirmann hatte in der Vergangenheit dafür geworben, dass an der Stelle des Krankenhauses Demenz- oder Gesundheitszentrum entsteht. Mit der Heimstiftung Pfalz habe er bezüglich eines möglichen Klinikneubaus in der Rosenstadt keinen Kontakt gehabt, so sein Sprecher Heinz Braun.