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Stadtradeln: Bürger und Politiker radeln in Zweibrücken für gutes Klima

Klima-Projekt Stadtradeln : Zweibrücken radelt für ein gutes Klima

Kampagne Stadtradeln geht in die nächste Runde. Bürger können bloggen und auf Schwachstellen im Radnetz hinweisen. OB Wosnitza will sich „auf eine neue Affäre einlassen“.

Seit 2008 treten Kommunalpolitiker und Bürger für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Zweibrücken ist im September mit von der Partie. Das teilt die Stadtverwaltung mit. In diesem Zeitraum können alle, die in Zweibrücken leben, arbeiten, einem Verein angehören, eine Schule beziehungsweise die Hochschule auf dem Kreuzberg besuchen, bei der Kampagne Stadtradeln des Klima-Bündnisses mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter www.stadtradeln.de/zweibruecken.

Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) erklärt, warum er auch persönlich bei der Kampagne mitmacht: „Das Fahrrad und ich waren eine Liebe auf den ersten Blick. Diese Liebe erlosch schließlich mit 18, als das Auto in mein Leben trat. Mit 53 flirtete ich erstmals wieder mit der Idee des Radfahrens. Aber unser Verhältnis blieb recht unterkühlt. Jetzt bin ich bereit für eine neue Beziehung. Das ,Stadtradeln’ werde ich zum Anlass nehmen, mich auf eine Affäre mit dem Fahrrad einzulassen und aus meiner monogamen Beziehung mit dem Auto auszusteigen. Ich würde mich freuen, wenn sich viele Zweibrückerinnen und Zweibrückeraufs Rad schwingen und mitmachen.“

Sportdezernentin Christina Rauch (CDU) erklärt: „In den drei Wochen Stadtradeln setzen wir uns nicht nur für das Klima ein, sondern integrieren Bewegung und Sport in unseren Alltag. So tun wir etwas aktiv für unsere Gesundheit.“ Bei dem Wettbewerb Stadtradeln geht es um Spaß am Fahrradfahren und tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn zirka 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt weiter.

Jeder kann ein Stadtradel-Team gründen beziehungsweise einem solchen Team beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen. Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht Zweibrücken auch „Stadtradeln-Stars“, die in den 21 Stadtradeln-Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Während der Aktionsphase berichten sie über ihre Erfahrungen als Alltagsradler im Stadtradeln-Blog.

Während des Zeitraums der Kampagne (30. August bis 19. September) bietet Zweibrücken erstmalig allen Bürgern die Meldeplattform „RADar!“ an. Mit diesem haben Radelnde die Möglichkeit, via Internet oder über die Stadtradeln-App die Kommunalverwaltung auf störende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Für Rückfragen steht Thomas Deller vom Schul- und Sportverwaltungsamt unter Telefon (0 63 32) 871-400 beziehungsweise per E-Mail unter schule-sport@zweibruecken.de zur Verfügung

Beim Stadtradeln handelt es sich um einen internationalen Wettbewerb des Klima-Bündnisses. Dieses lädt alle Mitglieder der Kommunalparlamente ein, als Vorbild für den Klimaschutz in die Pedale zu treten und sich für eine verstärkte Radverkehrsförderung einzusetzen. Im Team mit Bürgern sollen sie möglichst viele Fahrradkilometer für ihre Kommune sammeln. Die Kampagne will die Bürger für das Radfahren im Alltag sensibilisieren sowie die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Parlamente einbringen.Es gibt Auszeichnungen und hochwertige Preise zu gewinnen.

stadtradeln.de

Klima-Bündnis: Seit mehr als 25 Jahren setzen sich die Mitgliedskommunen des Klima-Bündnisses mit ihren indigenen Partnern der Regenwälder für das Weltklima ein. Mit rund 1700 Mitglieder in über 25 Ländern ist das Klima-Bündnis das weltweit größte Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz widmet, und das einzige, das konkrete Ziele setzt: Jede Klima-Bündnis-Kommune hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren.

Mehr Informationen zum Klimabündnis gibt es im Internet unter der Adresse klimabuendnis.org