1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Stadt will keine Motorsport-Events

Stadt will keine Motorsport-Events

Ein Motorsportevent auf Zweibrücker Gemarkung? Das wird es unter Oberbürgermeister Kurt Pirmann nicht geben. So etwas sei für das Ansehen der Stadt nicht aufwertend und locke auch keine Zuschauer an, die hier übernachteten.

Am Steuer: Uwe Gropp aus Wiebelskirchen, der auch in Zweibrücken starten will. Foto: Gropp Foto: Gropp

Fast 20 Jahre ist es her, dass auf dem Zweibrücker Flugplatzgelände die Rennboliden bei der ADAC-Rallye Saar-Ost oder der Internationalen Deutschen Super-Moto-Meisterschaft ihre Runden drehten. In Kürze wird es wieder soweit sein: Am Samstag, 20. Februar, organisiert der MSC Schiffweiler, der nach eigenen Angaben seit zehn Jahren bei der Ausrichtung der Rallye Saar-Ost in Neunkirchen mit im Boot ist, dort ein Testfahrt-Event. Marc Ludwig, Orgaleiter des Vereins, erläutert dem Merkur, dass dies quasi ein Testlauf ist für künftige Rennsportveranstaltungen auf dem Rosenstadt-Airport. Ludwig: "Wir würden gerne über das Jahr die eine oder andere Veranstaltung dort machen und haben erste Gespräche geführt."

Der 20. Februar soll jedenfalls Strahlkraft entwickeln. Ludwig: "Als einer der größten Motorsportvereine im Südwesten mit vielen aktiven Fahrern werden wir dann zum ersten Mal dort die Test- und Einstellfahrten durchführen. Damit können die aktiven Motorsportler vor dem Saisonstart Mensch und Maschine auf Herz und Nieren testen, bevor es am 27. Februar in Edenkoben mit der ,Rallye Südliche Weinstraße' losgeht."

Am Start seien über 50 Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg; darunter Fahrzeuge, die an nationalen Meisterschaften sowie der Deutschen Rallye-Meisterschaft mitfahren. Besonders stolz ist Ludwig, dass der aktuelle FIA-Langstrecken-Weltmeister Timo Bernhard seine Teilnahme angekündigt hat. Mit Uwe Grupp aus Wiebelskirchen zähle mindestens einer der Starter zu den Teilnehmern des Weltmeisterschaftslaufs im August rund um Trier.

Das Flughafen-Areal eigne sich sehr gut für die Tests, insbesondere auch für junge Fahrer, die im Bereich Slalom Fuß fassen wollten. "Es gibt dort verschiedene Fahrbahnbeläge wie Asphalt und Schotter", so Ludwig. Die geplante Strecke ist rund zwei Kilometer lang (ein so genannter "Turn" umfasst dabei zwei bis vier Runden) und führt zu 90 Prozent über Schotter, zu zehn über Asphalt. Da es die erste Veranstaltung dieser Art auf dem Gelände des Flughafens und auch in der Region sei, erwartet der MSC Schiffweiler Besucher und Zuschauer. "Wie hoch das Aufkommen sein wird, können wir leider nicht abschätzen", sagt Ludwig. Man sei mit genügend Helfern gerüstet. Für Zuschauer sei der Eintritt frei, allerdings erhoffe man sich Spenden für den Förderverein der Kita Ixheim in der Thomas-Mann-Straße. Dieser versorge die Teilnehmer und Zuschauer mit Essen und Getränken - der Erlös gehe an die Einrichtung.