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Stadt warnt vor Masche mit „taubstummen“ Bettlern

Stadt warnt vor Masche mit „taubstummen“ Bettlern

In extrem aufdringlicher Weise treten derzeit mehrere Bettler in Zweibrücken auf, warnt die Stadtverwaltung. Die Bettler würden so tun, als seien sie taubstumm. Passanten würden teils bis an ihr Auto verfolgt, der Ärger sei groß.

In letzter Zeit wurden bei der Polizei und beim Ordnungsamt der Stadt Zweibrücken vermehrt Vorfälle angezeigt, wonach junge Frauen, teilweise auch ein Trio mit einem Mann, im Stadtbereich aggressiv für angeblich Taubstumme Spenden erbeten haben. Das teilte Stadtsprecher Heinz Braun gestern mit.

Teilweise wurden die möglichen Spender bis an ihr Auto verfolgt und unter Vorhalt einer Unterschriftenliste zur Unterschrift und zur Spende aufgefordert, wurde der Polizei und dem Ordnungsamt berichtet. Die aufdringliche Vorgehensweise verärgerte die Passanten sowie Kunden der Kaufhäuser, heißt es in der Pressemitteilung.

Es handelt sich bei dem Trio offensichtlich um Personen aus Südosteuropa. Nachweislich sind die Spenden nicht für Taubstumme oder für Heime für Behinderte. Teilweise geben die Bettler/innen vor, selbst taubstumm zu sein, was jedoch widerlegt ist, denn abseits der Bettelei unterhalten sie sich untereinander. Offenbar reagieren die Bettler nunmehr auf das Verhalten der Polizei und des Ordnungsamtes, die sie in den letzten Monaten vermehrt kontrolliert hatten. Ihr Aufenthalt an einem Ort ist in der Regel nur von kurzer Dauer, um dann schlagartig an einem anderen Ort im Stadtgebiet beziehungsweise in einer anderen Stadt ihre Betrugsmasche fortzusetzen.

Die Polizei- und Ordnungsbehörden bitten um Informationen über auftretende Bettler. Dabei sollte möglichst darauf geachtet werden, dass die Betrüger das Telefonat nicht bemerken, denn in der Regel verlassen diese nach der Feststellung des Telefonats sofort die Örtlichkeit, so Stadtsprecher Heinz Braun. Wichtig sei es auch, zu wissen, mit welchen Fahrzeugen die Betrüger unterwegs sind.

Hinweise an die Polizeiinspektion, Tel. (0 63 32) 97 60, oder an die Ordnungsbehörde, Tel. (0 63 32) 87 13 43.