Stadt erwägt Busbahnhof-Umbau

Zweibrücken. Die Überdachung des Zweibrücker ZOB (Zentraler Omnibus-Bahnhof) wird möglicherweise verkürzt. Baudezernent Kurt Dettweiler (FWG) und Marco Müller, Leiter des Stadtbus-Betreibers VGZ, bestätigen entsprechende Merkur-Informationen. "Die Pläne gibt's in den Köpfen", sagt Dettweiler

Zweibrücken. Die Überdachung des Zweibrücker ZOB (Zentraler Omnibus-Bahnhof) wird möglicherweise verkürzt. Baudezernent Kurt Dettweiler (FWG) und Marco Müller, Leiter des Stadtbus-Betreibers VGZ, bestätigen entsprechende Merkur-Informationen. "Die Pläne gibt's in den Köpfen", sagt Dettweiler. Ein Teil-Rückbau brächte den Vorteil, "freie Sicht" zu schaffen zwischen Fußgängerzone/Alexanderplatz und dem City-Outlet, das bislang hinter dem ZOB schwer zu erkennen ist. Wortgleich betonen Dettweiler und Müller, es gehe nicht um eine Verkleinerung des ZOB: "Wir brauchen die Länge." Die ZOB-Gestaltung sei "letztlich eine Entscheidung der Stadt - wir bedienen den ÖPNV und sind lediglich für Fahrpläne, Taktung etc. zuständig", erläutert Müller. Er sehe aber auch Nachteile einer Dach-Reduzierung: "Im Sommer ist das kein Problem - aber ich weiß nicht, ob das unbedingt kundenfreundlich ist". Auch wenn die Busse "eh schon mehr den oberen Bereich anfahren". Kritisch sehe er Überlegungen, die Bordsteine des ZOB zu entfernen - diese ermöglichten nämlich barrierefreies Ein- und Aussteigen: "Dazu wird der Behindertenbeauftragte der Stadt sicher auch was zu sagen haben."Baudezernent Dettweiler betont, konkrete Pläne für den ZOB gebe es noch nicht. Dies solle alles im Zuge der geplanten Umgestaltung des Alexanderplatzes geschehen. "Wenn wir den ZOB neu planen würden, sähe er natürlich nicht so aus." Andererseits dürfe man nicht vergessen: "Er ist auch förderlich für die Innenstadt." Sibirisches Ambiente?Dass einige City-Outlet-Mieter ihren Auszug damit begründen, Kunden fänden wegen des ZOB nicht den Weg dorthin und am ZOB wartende Jugendliche würden Kunden abschrecken, hält Dettweiler für übertrieben: "Da werden Gründe gesucht, das ist sicherlich nicht das erste Thema." Herbert Goebes, der sein Modehaus Ende Mai aufgibt, hält den ZOB für abschreckend: "Da sieht's aus wie Nowosibirsk." Gewobau-Geschäftsführer Werner Marx spricht zwar nicht von Sibirien. Dafür verweist er auf bundesweite Studien von Immobilien-Maklern: "Im Gegensatz zu früher gilt heute in Zweibrücken nur noch die Fußgängerzone als 1A-Lage." Der Alexanderplatz und die obere Hauptstraße, an der auch das City-Outlet der Gewobau liegt, sei früher "mit dem Sinne-Eck sogar das eigentliche Stadtzentrum gewesen", erinnert Marx. Er würde eine optische Verkleinerung des ZOB sehr begrüßen, weil dann die Fußgängerzone sichtbar mit dem City-Outlet verknüpft wäre. Das gelte auch für Bäume, die neben dem ZOB im Sommer die Sicht behinderten. "Ich hoffe auf die Umgestaltung des Alexanderplatzes."