Stabwechsel feierlich vollzogen

Zweibrücken. Ein solcher Wechsel muss mit Pauken und Trompeten vollzogen werden. Und so schallt es denn auch feierlich vom großen Platz der Niederauerbach-Kaserne in Zweibrücken. Der alte Kommandeur des Fallschirmjäger-Bataillons 263, Oberstleutnant Holger Bonnen, sagt Lebewohl. Sein Nachfolger, Oberstleutnant i.G. Andreas Steinhaus, übernimmt das Ruder

Zweibrücken. Ein solcher Wechsel muss mit Pauken und Trompeten vollzogen werden. Und so schallt es denn auch feierlich vom großen Platz der Niederauerbach-Kaserne in Zweibrücken. Der alte Kommandeur des Fallschirmjäger-Bataillons 263, Oberstleutnant Holger Bonnen, sagt Lebewohl. Sein Nachfolger, Oberstleutnant i.G. Andreas Steinhaus, übernimmt das Ruder. Entsprechend eifrig legt sich das Luftwaffen-Musikkorps 2 aus Karlsruhe ins Zeug. Kaum ist der Marsch verklungen, tritt General Volker Bescht an das Rednerpult. Der General der Luftlandebrigade 26 lässt erkennen, dass er eine Träne im Knopfloch trägt. Der scheidende Kommandeur Bonnen habe ausgezeichnete Arbeit geleistet - und das unter enorm schwierigen Bedingungen. Viele hätten um die Bürde gewusst und zu Bescht gesagt: "Mit Bonnen möchte ich nicht tauschen." Der Brigadegeneral fügt, an Bonnen gewandt, hinzu: "Ich hätte Sie auch gar nicht getauscht sehen wollen." Bescht spart auch nicht mit Lob für die Bonnen anvertrauten Fallschirmjäger: "Es sind großartige Männer und Frauen." Beschts Fazit zu Bonnens Abschied: "Hier geht der Primus inter pares."Um die Verdienste Bonnens, der künftig für Nato-Aufgaben in Südosteuropa gebraucht wird, zu unterstreichen, heftet ihm Bescht die Fallschirmjäger-Ehrennadel ans Revers und erklärt dem sichtlich stolzen Oberstleutnant: "Diese Nadel zu erhalten, ist etwas ganz besonderes."

Die Truppe schließt sich an und ruft begeistert ein dreifaches "Glück ab". Nun wird es Zeit für den Stabwechsel. Schweren Herzens übergibt Bonnen den Kommandeurs-Posten an Oberstleutnant i.G. Andreas Steinhaus. Bescht zeigt sich überzeugt, dass Steinhaus diesen Posten ebenso professionell ausüben werde. Das Musikkorps setzt den Schlussstrich mit dem Klassiker "Rot scheint die Sonne".

Danach geht es zum Weiterfeiern ins Offiziers-Casino. Bescht trägt Bonnen den "Stoßseufzer des Kommandeurs vor". Darin heißt es etwa: "Sind Sie zu allen freundlich, heißt es, Sie würden sich anbiedern. Sind Sie zurückhaltend, gelten Sie als hochnäsig. Halten Sie viele Konferenzen ab, sind Sie ein Schwätzer. Gibt es wenig Konferenzen, sind Sie selbstherrlich. Nehmen Sie viel Urlaub, heißt es, Sie nutzen Ihre Stellung aus. Nehmen Sie wenig Urlaub, so fürchten Sie um Ihre Stellung." Nicht nur Bonnen amüsiert sich köstlich über den "Stoßseufzer". Feierlich wird es nochmals, als Oberbürgermeister Helmut Reichling das Wort ergreift. Er würdigt Bonnens Verdienste und überreicht ihm als Dank den Stadt-Ehrenteller. Der Stadtrat habe einstimmig dafür votiert. "Hier geht

der Primus inter pares."

General Volker Bescht zum Abschied von Oberstleutnant

 General Bescht heftet Bonnen die Fallschirmjäger-Ehrennadel ans Revers.
General Bescht heftet Bonnen die Fallschirmjäger-Ehrennadel ans Revers.
 Helmut Reichling dankte Bonnen für sein Engagement mit dem Ehrenteller der Stadt.
Helmut Reichling dankte Bonnen für sein Engagement mit dem Ehrenteller der Stadt.

Holger Bonnen