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Spunddielen gegen die Unterspülung

Spunddielen gegen die Unterspülung

Brücke und Mauer am Schwarzbach könnten im Rahmen der Fischtreppe-Arbeiten unterspült werden und einstürzen. Diesem neuen Problem begegnet der UBZ mit einem Spezialverfahren, das den Bau aber noch teurer macht.

Die Stadt muss beim Bau der Fischtreppe an der Schließ ein Spezialverfahren anwenden, damit die Fußgängerbrücke am Wehr und die Mauern in diesem Bereich des Schwarzbachs nicht unterspült werden. Das erklärte Nicole Hartfelder, die Zuständige beim Umwelt- und Servicebetrieb (UBZ), gestern im Ratshauptausschuss. Demnach hätten Bodenuntersuchungen im Vorfeld keine Hinweise auf dieses Problem - eine "Riesensandsteinplatte bis zu einem Meter Dicke und eine Kiesschicht darunter" - ergeben. Der Bachlauf müsse in der Mitte zwei Meter ausgehoben werden, um ein trapezförmiges Betonteil zu setzen. Brücke und Mauern hätten dort seitlich ein Fundament, das höher als die Sohle dieses zu setzenden Trapezprofils liege. Das Wasser könnte also aus der Sohle gedrückt werden und die Fundamente ausspülen. Insbesondere bei der Brücke - an ihr verlaufe eine Gashochdruckleitung nach Niederauerbach und Mörsbach - sei dann einsturzgefährdet, auch die Mauern könnten in sich zusammenfallen. Mit sogenannten Spunddielen, die eine Abdichtung gegen das Wasser bieten, vermeide man dieses Problem. "Auch die Tiefgarage der Post ist so gebaut", erklärte Hartfelder. Mit der ausführenden Baufirma Theisinger und Probst habe man gesprochen, heute stehe ein Termin zwischen ihr und einer Spezialfirma an, die die Arbeiten als Subunternehmer durchführen solle. Ein Angebot solle in zwei Wochen vorliegen, bei der Kostenberechnung habe man sich eine Obergrenze von 80 000 Euro gesetzt und 20 000 Euro zusätzlich für Theisinger und Probst kalkuliert. Die Stadt trage zehn Prozent der Kosten, also 10 000 Euro. Bei zwei Gegenstimmen passierte das Vorhaben den Ausschuss.