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Spielplatz Brückenstraße Zweibrücken wird erneuert

Jugendhilfeausschuss Zweibrücken : Pläne für neuen Spielplatz vorgestellt

Der Jugendhilfeausschuss hat unter anderem über die Neugestaltung des Spielplatzes in der Lanzstraße und einen neuen Namen für die Spiel- und Lernstube in der Webenheimerstraße abgestimmt.

Noch in diesem Jahr soll der Bubenhauser Spielplatz zwischen Lanz- und Brückenstraße saniert werden. Der Jugendhilfeausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung den Plänen der Baufirma für Städte und Planungsbau zu. Demnach soll das in die Jahre gekommen, 870 Quadratmeter große Spielgelände umfassend saniert werden. Die Kosten für neue Spielgeräte, Sitzgelegenheiten, Bepflanzungen und Wege belaufen sich auf insgesamt knapp 120 000 Euro.

Allein mit 45 000 Euro schlagen die Spielgeräte zu Buche, an deren Auswahl das Quartiersmanagement Soziale Stadt entlang des Hornbachs/Breitwiesen beteiligt war. „Dem Wunsch nach natürlich anmutenden Spielgeräten haben wir natürlich entsprochen“, erklärte am Donnerstag Landschaftsarchitektin Elena Hermann vom zuständigen Planungsbüro BBP in Kaiserslautern. Angedacht ist im vorderen Bereich eine Kletteranlage für die größeren Kinder, im hinteren Bereich eine sogenannte Sandwerk-Fischerhütte für die Kleineren. Dazwischen sollen ein Bodentrampolin und eine Schaukel- Nestkorb- Kombination integriert werden. Die vorhandenen Sitzgelegenheiten im vorderen Bereich werden selbstverständlich ersetzt und um zwei Tische erweitert. Auch im hinteren Bereich soll es Sitzgelegenheiten geben. „Der Zugang zur Spiel- und Lernstube Brückenstraße bleibt selbstverständlich erhalten“, versicherte Hermann, ebenso der Weg von der Lanzstraße kommend.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt berichtete Jugendpfleger Vincent Möchel-Stieß über den erfolgreichen Start des neuen Jugendworkshops „Connect“. Die SPD-Fraktion hatte die Einrichtung einer Jugendbeteiligung in Zweibrücken auf den Weg gebracht. Im Mai fand die erste Veranstaltung statt (wir berichteten). Seitdem haben die Jugendlichen bereits zwei weitere Male getagt, zuletzt vergangene Woche in der Mehrzweckhalle des Zweibrücker Helmholtz-Gymnasiums. „Connect ist kein festes Ratsgremium, sondern vielmehr ein lockerer Zusammenschluss von Jugendlichen, die Türen stehen jedem und zu jeder Zeit offen“, erklärte Möchel-Stieß das Konzept. Wichtig sei ihnen auch die Beteiligung an städtischen Projekten, die Jugendliche betreffen“, erzählte der Jugendpfleger weiter, was bei der Neugestaltung des Skaterparks auf dem Exe bereits umgesetzt werde. „Das zuständige Planungsbüro ist schon informiert“, versicherte Bürgermeister Christian Gauf. Möchel-Stieß: „In der Praxis sieht es so aus, dass wir politische Themen in die Workshops tragen. Andererseits entwickelt Connect eigene Ideen, die wiederum an die Stadtspitze weitergegeben werden.“ Für Bastian Zapf (Grüne Zweibrücken) eine wichtige Wertschätzung für die Jugendlichen. „Wir dürfen deshalb auch nicht die Lust verlieren, sie zu beteiligen“, appellierte er. Aktuell stehen bei Connect ein Urban-Gardening-Projekt und eine Müllsammel-Aktion auf der Agenda. Weitere Themen sind der Bike-Park, Schüler-Busfahrkarten, eine Verbesserung des Radwegenetzes sowie eine Ausweitung des Fahrradständerangebots. Sein Fazit: „Das Interesse der Jugendlichen ist groß. Insbesondere eine projektbezogene Beteiligung ist das, was sie wünschen.“ Der Jugendhilfeausschuss war sich daher auch einig, die Jugendbeteiligung in Zweibrücken weiterhin zu unterstützen und fortzusetzen. 

Schließlich ging es noch um einen neuen Namen für die Spiel- und Lernstube (SLS) Webenheimer Straße. Den wünscht sich die Einrichtung nämlich und hat auch schon einen ausgewählt – „Sternenstaub“. Der Jugendhilfeausschuss ist einverstanden, jetzt muss der Stadtrat noch final darüber abstimmen. „Wir haben einen Förderverein gegründet, dessen Eintragung beim Amtsgericht aber noch aussteht“, erzählt die Leiterin BillieJean Paulus im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. „In diesem Zusammenhang sind wir auf die Idee mit dem Namen gekommen“, fügt sie hinzu. Der Förderverein solle dazu beitragen, die nötigen Gelder zu generieren, die die Einrichtung braucht, um weiterhin auf einem guten Niveau arbeiten und den Kindern eine bestmögliche Begleitung und Förderung bieten zu können. „Von unserem Etat allein können wir keine großen Extras finanzieren – das Ferienprogramm zum Beispiel“, betont BillieJean Paulus. Vereine, Familien und Institutionen unterstützen die Spiel- und Lernstuben bereits – etwa der Kinderschutzbund mit Lebensmitteln oder die Gewobau, die die Wohnungen in den einzelnen Stadtteilen mietfrei zur Verfügung stellt. „Dennoch sind wir immer auf Spenden angewiesen und freuen uns sehr, wenn man uns unterstützt“, so Paulus.