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Spiegelglatte Straßen sorgen für volle Notaufnahmen

Spiegelglatte Straßen sorgen für volle Notaufnahmen

Zahlreiche Knochenbrüche haben die Zweibrücker Krankenhäuser in den vergangenen Tagen verzeichnet. Das Tauwetter hatte zu Glätte auf Straßen und Wegen geführt und den Start ins neue Jahr in eine Rutschpartie verwandelt.

Vereiste Bürgersteige, matschige Straßen. Der Wintereinbruch hat viele Bürger in der Region überrascht und beschert den Krankenhäusern volle Wartezimmer. Denn nicht jeder Sturz geht glimpflich aus. "Seit dem Wochenende haben wir etwa sechs bis acht Patienten stationär aufgenommen und operieren müssen. In erster Linie waren es Arm- und Beinbrüche, aber auch Platzwunden, besonders im Kopfbereich", erklärt Thomas Frank, Pflegedirektor am Zweibrücker Nardini Klinikum. Noch sehr viel höher sei die Zahl derer, die ambulant beispielsweise mit Verletzungen am Handgelenk oder Prellungen behandelt werden müssen. Deshalb rät Frank zur Vorsicht. Wer nicht unbedingt vor die Haustür müsse, solle lieber zuhause bleiben - oder auch mal einen Umweg in Kauf nehmen. "Wenn man erst einmal ins Stolpern gerät, ist es meist zu spät."

Auch am Evangelischen Krankenhaus haben Glätteunfälle für Andrang in der Notaufnahme gesorgt. Seit den Weihnachtsfeiertagen wurden mehrere Patienten mit Knochenbrüchen eingeliefert. Gestern dann der traurige Höhepunkt der Sturzwelle. Blitzeis auf Straßen und Gehwegen ließ die Pechvögel reihenweise straucheln, fünf oder sechs waren es seit dem frühen Morgen, berichtet Gisela Kleber von der Ambulanz. Die Chirurgen hatten alle Hände voll zu tun.

Deutlich ruhiger verlief dagegen der Jahreswechsel für die Autofahrer. Wie die Zweibrücker Polizei mitteilt, gab es bis zum Freitagnachmittag trotz klirrender Kälte und überfrierender Nässe keine größeren glatteisbedingten Verkehrsunfälle in der Region.