Spektakuläres Spektakel

Viel Musik, Doubles von Leinwandhelden und gleich drei Märkte erwarteten die Gäste am Wochenende in der Zweibrücker City. Zum Straßentheater-Spektakel ließ Petrus diesmal auch die Sonne strahlen.

Sie sind nicht nur in den Herzen ihrer Fans unvergessen. Ob Elvis, Loriot , Charlie Chaplin oder Stan und Olli - am Samstag und Sonntag feierten die Helden der Leinwand als Doubles in Zweibrücken ihre Auferstehung.

Gar nicht mal so falsch lag eine Autofahrerin aus Kirchheimbolanden mit ihrer Frage: "Wo bitte geht es hier zum Stadtfest?". Denn das Straßentheater-Spektakel unter dem Motto "Helden und Legenden" lockte nach Schätzung von Kulturamtsleiter Thilo Huble insgesamt 25 000 Besucher in die Innenstadt und erinnerte so schon ein wenig an das Großereignis im Sommer.

Los ging das bunte Treiben am Samstagvormittag mit der Trommelschule "Tam Tam". Kammerzofe Anna gab viele Legenden aus der Zweibrücker Geschichte zum Besten. Großer Andrang herrschte im Künstlerdorf der Gruppe "Prisma", wo Besucher Malern und Bildhauern zuschauen konnten.

Ein Höhepunkt am Samstag war der Auftritt von Lokalmatador Dirk Schmidt als Loriot im Schloss-Foyer. Auch wenn es ein paar Zuschauer mehr hätten sein können, so kamen am Abend auch die Hommage an Caterina Valente und Silvio Francesco sowie die Elvis-Show gut an.

Der Sonntag startete mit einem zünftigen Frühschoppenkonzert der Schwarzen Husaren aus Kleinsteinhausen. Dabei kritisierten einige Gäste das geringe Angebot an Sitzplätzen auf dem Alexanderplatz. "Man will ja schließlich nicht sein Essen im Stehen verzehren und auch einige Zeit der Musik lauschen", monierte etwa Wolfgang Scheffler, der dann völlig überrascht vom Auftritt der Gaudi-Burschen aus Großsteinhausen war: Schuhplattler habe er hier eher nicht erwartet. Viel los war auch beim Auftritt des Shanty-Chores "Teddy Suhren". Reichlich Applaus gab es für das Comedy-Duo "Jääb und Jolanda".

Eindrucksvoll waren auch die Stone Age Rocks, die auf Stelzen durch die Straßen zogen. Den direkten Kontakt zum Publikum suchte Leoparden-Olga. Für die kleinen Gäste erzählte Miss Fairytale Märchen der Gebrüder Grimm. Musikalisch für Stimmung sorgten die Ramsteiner Straßenmusikanten, die Speedos und die italienischen Waschfrauen.

Was es im Film nicht gab, konnten die Zweibrücker dann zum Finale des Spektakels erleben: Charlie Chaplin und Dick & Doof auf einem Platz. Die Laurel & Hardys Marching Band begeisterte mit Jazz aus den dreißiger Jahren.