SPD nominiert Stéphane Moulin

Stéphane Moulin geht für die SPD in die Landtagswahl 2016. Jörg Juner der seinen Hut ebenfalls in den Ring geworfen hatte, verzichtete in der Versammlung auf die Kandidatur. Moulin möchte den SPD-Wahlkreis gewinnen.

Stéphane Moulin zieht für die SPD als Direktkandidat in den Landtagswahlkampf im Frühjahr 2016. Die Wahlkreiskonferenz nominierte gestern Abend den 38-Jährigen mit 36 Ja-Stimmen zum Kandidaten für den Wahlkreis 47 Zweibrücken . Fünf stimmten mit Nein, drei Delegierte enthielten sich.

Jörg Juner hatte bei seiner Vorstellung auf die zuvor angekündigte Kandidatur verzichtet. Vor fünf Jahren sei er gegen Dirk Schneider angetreten, weil damals entgegen vorherigen Absprachen entgegen der sonstigen Gepflogenheit sowohl für den die A- als auch für die und B-Kandidatur Zweibrücker vorgesehen waren.

Mit Sebastian Schäfer käme bei dieser Wahl der B-Kandidat aus Dellfeld. Der wurde mit 42 Stimmen gewählt. Juner sagte Moulin "jegliche Unterstützung im Wahlkampf" zu. "Moulin hat es nicht verdient, von den eigenen Leuten mager abgespeist zu werden", forderte Juner zur Wahl von Moulin "mit 100 Prozent" auf. Es wurden dann nur rund 82 Prozent.

"Das Ziel ist die Wahl direkt zu gewinnen", betonte Moulin unter Beifall der Delegierten. Der Stadtrat und Ortsvereins Vorsitzende möchte als Abgeordneter Ansprechpartner für die Menschen vor Ort sein. In Mainz möchte er seine Erfahrung als Prokurist eines mittelständischen Chemieunternehmens in dem Bereich Wirtschaft und Arbeit einbringen. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Integrationspolitik

Moulin möchte mit dem gleichen Engagement wie der jetzige Landtagsabgeordnete Fritz Presl in Mainz "auf meine Art" agieren. Wie zuvor der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Alexander Schweitzer, erwähnte Moulin die erfolgreiche Arbeit der von der SPD geführten Landesregierung. "Daran haben Sozialdemokraten in Mainz und Zweibrücken mitgewirkt", sagte Moulin. "Daran möchte ich anknüpfen."

Der Stadtverbandsvorsitzende und Zweibrücker Oberbürgermeister Kurt Pirmann sagte: "Der Wahlkreis ist ein SPD-Wahlkreis." Die Abgeordneten von Ludwig Schleifer über Ingrid Schneider bis Fritz Presl seien immer da gewesen, wenn sie gebraucht wurden. Vor allem Presl sei eine "wahrnehmbare Stimme der Region", sagte Schweitzer. Bei seiner von Beifall unterbrochenen Rede nannte er die Erfolge in der Konversions- oder Bildungspolitik. "Das müssen wir den Menschen im Lande auch sagen."