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SPD: Medizinische Versorgung sichern und Arbeitsplätze erhalten

SPD: Medizinische Versorgung sichern und Arbeitsplätze erhalten

Die Aussage von Gesundheits-Staatssekretär David Langner (SPD), dass die Versorgung in Zweibrücken auch mit nur noch einer Klinik sichergestellt sei, sorgt für Irritationen bei der SPD Zweibrücken. Es gebe offene Fragen.

Die Sicherung der stationären medizinischen Versorgung für die Menschen in der Region Zweibrücken und die Erhaltung der Arbeitsplätze an den Zweibrücker Krankenhäusern sind auch für den SPD-Ortsverein Zweibrücken weiterhin die wichtigsten Forderungen im Zusammenhang mit der derzeitigen Diskussion im die Zukunft des Evangelischen Krankenhauses.

"Selbstverständlich ist und bleibt dabei in allererster Linie der Träger, der Landesverein für Innere Mission in der Pfalz, sowie die Evangelische Landeskirche, in der Pflicht eine Lösung zu finden, die insbesondere der Tatsache Rechnung trägt, dass fast 400 Menschen und ihre Familien Sorge um ihre Arbeitsplätze haben", teilt Stéphane Moulin, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Zweibrücken , mit.

Man stimme den jüngsten Äußerungen des Staatssekretärs im Mainzer Gesundheitsministeriums, David Langner (SPD ), im Pfälzischen Merkur insoweit zu, dass sich die Verantwortlichen beim Träger kritische Fragen stellen lassen müssen. "Dazu gehören auch und gerade die Mitglieder des Verwaltungsrates, dem auch ein ehemaliger Kommunal- und Landespolitiker der Zweibrücker CDU angehört", so Moulin. Nicht einverstanden seien die Genossen "mit der pauschalen Aussage, dass die Versorgung in Zweibrücken auch mit einem Krankenhaus schon sicherzustellen" sei. Auch den vor kurzem erfolgten Verweis auf weitere Häuser in der Region könne man - gerade wenn man Notfälle denkt - nicht gelten lassen. "Die wünschenswerte Erhaltung der Geburtshilfestation, als identitätsstiftendes Merkmal einer Stadt, ist dabei nur ein wichtiger Aspekt", so Moulin.

Es würden sich zudem weitere Fragen stellen: Wie wird die intensivmedizinische Versorgung sichergestellt, sollte etwa die Hälfte der Betten durch Schließung des evangelischen Krankenhauses wegfallen? Wie sollen ausreichend Bettenstellmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden? Wie wird ein Wegfall der OP-Säle kompensiert? Wie können begonnene Therapien im Bereich ambulanter Chemotherapie fortgesetzt werden?

Die SPD-Stadtratsfraktion werde in einem Gespräch mit Oberkirchenrat Manfred Sutter ihre Positionen nochmals deutlich machen und an "die Verantwortlichkeit des kirchlichen Trägers appellieren", so Moulin.