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SPD begrüßt Reichlings Schmalspur-Sanierung der Fußgängerzone

SPD begrüßt Reichlings Schmalspur-Sanierung der Fußgängerzone

Zweibrücken. Die Äußerungen von Oberbürgermeister Helmut Reichling zur Sanierung der Zweibrücker Fußgängerzone haben im Stadtrat für Wirbel gesorgt. Reichling hatte in einem Merkur-Gespräch angekündigt, er wolle nicht den gesamten Belag austauschen lassen, sondern nur eine durchgehende ebene Spur schaffen

Zweibrücken. Die Äußerungen von Oberbürgermeister Helmut Reichling zur Sanierung der Zweibrücker Fußgängerzone haben im Stadtrat für Wirbel gesorgt. Reichling hatte in einem Merkur-Gespräch angekündigt, er wolle nicht den gesamten Belag austauschen lassen, sondern nur eine durchgehende ebene Spur schaffen.SPD-Chef Fritz Presl lobte Reichling: "Positiv haben wir registriert, dass Sie als Finanzdezernent und Oberbürgermeister unserer Aussage, bei dieser Maßnahme sorgfältig und sparsam vorzugehen, gefolgt sind." Denn wegen der hohen Verschuldung der Stadt sei klar, dass auch bei der Fußgängerzone "wir keine Riesensprünge machen können und dies auch nicht dürfen". Um bei der Innenstadtentwicklung voranzukommen, gelte es bei der "Aufbesserung der Fußgängerzone" jetzt aber "endlich Dampf zu machen", mahnte Presl.

FWG-Fraktionschef Kurt Dettweiler dagegen empörte sich über Reichlings Aussagen: "Mir hat es die Sprache verschlagen." Seit einem halben Jahr sitze man in Gremien und berate über eine kostengünstige Sanierung, teure Planer machten sich Gedanken, gerade laufe ein Architektenwettbewerb - und nun presche Reichling vor. Dettweiler sieht "eine Posse wie beim Rosengarten-Eingang". Er sei "gespannt, wie eine Barrierefreiheit zu den Geschäften entstehen soll, wenn wir nicht den Belag der Fußgängerzone anheben".

FDP-Fraktionschefin Ingrid Kaiser begrüßte zwar den Haushaltsansatz für die Sanierung von Fußgängerzone und Alexanderplatz, forderte aber: "Wir sollten dabei auch das Einzelhandelskonzept überdenken." lf