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Maßweiler Kerwe: Spaß, Raser und Politik

Maßweiler Kerwe : Spaß, Raser und Politik

Kristina Wiktorski und Vanessa Pieroth unterhielten die Maßweiler mit einer fulminanten Kerwerede.

Ja, sie lebt, die Kerwe in Maßweiler. Ein bunter Kerwestrauß fehlte dieses Jahr, doch dafür entschädigten Kristina Wiktorski und Vanessa Pieroth mit einer großartigen Kerwerede bei der es viel zu lachen gab und so manche Überraschung ans Tageslicht kam.

 Vom Fenster des Sportheims aus richteten sie das Wort an die vielen lauschenden Zuhörer und fanden: „Un schunn widda is es e Johr her, wo ma do gehockt han zu de Redd fun de Kerb. Es is ah diesmo widda viel bassiert, un mir plaudere jetzt mo aus was eich so interessiert…“

Ja die Ereignisse. Ob die Kerwemaid, die ihr Herz an einen polnischen Namensgeber verlor, die krachenden Polterabende oder die Späße ganz nebenbei – Kristina Wiktorski und Vanessa Pieroth müssen so manchen Zuträger an der Hand gehabt haben, der ihnen alle diese Neuigkeiten „steckte“ und worüber sich die lauschenden Zuhörer in großer Anzahl mächtig freuten. So etwa die Geschichte von der Weihnachtsfrau welche in den Sozialen Medien so tat, als sei sie ein Hollywoodstar. „Ganz still unn heimlich, kem was gesah, doch es Internet behalt nix für sich, des war doch klar. Bevor des nochmo vorkommt, mit dem verkleide, hod sich sich dabber e onerer Job gesucht, jetzt komme onre Zeite.“ Selbst von Ganoven im Ort ist in der Kerwerede die Sprache gewesen. Die Führerscheinverluste im Ort durften natürlich nicht fehlen,

Das war vom Bruderpaar die Rede, das statt nach Contwig zu fahren gleich im Ortsteil Stambach den Sportplatz aufsuchte und nach schier unendlichem Warten dahinter kam, dass Contwig noch ein paar Straßen weiter liegt. Von besondren Partys war die Rede und auch was sich vor und nach der Kommunalwahl abspielte, fand in der Kerwerede seinen passenden Platz. „Un wie des Leider so oft passiert no ra gewisse Zeit, gebds im vollgesoffene Kopp a Streit. Die Politik ist Schuld daran, dass der ene mem annere net so gut kann. Hin und her sinn die Wörter gefloh, zum Glück war ich do nimmi do. Es wär a ned nur verbal geweh hat der enne behauptet, ohje, ohje. Vor dem Bojemäschderwahle dann, hat der gesaad, dass er das nimmi kann. Er will jetzt gar nix mehr riskiere, un dut fa de Gemeinderat nimmi kandidiere. E annerer vunn dem seine Genosse, hat sich widda uffstelle losse. No dem die Stimme ausgezählt, warer in de Rat gewählt. Unn jetzt komm de Hammer, ich kanns ned fasse hat der sich tatsächlich wähle lasse. Um dann zu sah es dud ma läd awwer ihr han mich umsonst gewählt. Ich glaab des, was moi Genosse saht, drum will a ich nimmi in de Gemeinderat. Ich von meiner Seit kann eich nur zurufe, Politik hat doch in so nem kleene Ort nix mehr zu suche. Raufe eich zomme und sei bereid. Efach nur zu denke ans Wohl vun de Leit, Die könne nämlich nix fa eijer Zwist, also hern endlich uff mit dem Mist!“