Sparkasse kommt Kunden entgegen

Die Sparkasse steht vor einigen wichtigen Veränderungen in Zweibrücken. Schon ab Montag wird der Service in zwei Zweigstellen gestärkt. Der Vorstand macht Rimschweiler Hoffnung auf einen Geldautomaten. Und vielleicht noch dieses Jahr wechselt die Zweibrücker Hauptstelle von der Maxstraße an den Schlossplatz.

Zweibrücken. Die Sparkasse Südwestpfalz will wieder mehr Kassen einrichten, an denen Kunden beim Ein- und Auszahlen von Menschen statt Automaten bedient werden. Vorstandschef Rolf E. Klein sagte gestern bei der Bilanzpressekonferenz in Pirmasens: „Wir müssen einfach feststellen: Vielen Kunden gefällt die Stückelung an Geldautomaten nicht, viele wünschen eine Bedienung.“ Deshalb sollen in einer Testphase an zunächst sechs zuletzt kassenlosen Zweigstellen vorhandene Selbstbedienungsgeräte durch „bediente Kassenautomaten“ ersetzt werden. Als Erstes wird dies bereits ab 1. März in Ixheim und Niederauerbach eingeführt. „Mehr Kundennähe“ will Klein auch dadurch erreichen, dass dank der modernen Technik aus Sicherheitsgründen auch keine Glasscheibe zwischen Kunden und Kassenpersonal erforderlich ist.

Klein berichtete außerdem, der Vorstand sei „kurz vor dem Abschluss“ der Prüfung, wo es „noch weiße Flecken auf der Landkarte“ im Geldautomaten-Netz der Sparkasse Südwestpfalz gebe. Entscheidend sei dabei nicht, ob es sich um einen der 2006/07 aufgegebenen Standorte handele, sondern die Entfernung zum nächsten Automaten. Es gebe zurzeit Gespräche mit fünf Orten. Auf Merkur -Nachfrage, ob Rimschweiler, das sich besonders hierfür engagiert, wieder einen Automaten bekommt, antwortete Klein: „Rimschweiler gehört sicher zu den Orten, wo ein Geldautomat sinnvoll ist. Hier ist aber der richtige Platz noch nicht gefunden.“ Insgesamt seien fünf bis sechs neue Automaten geplant. „Wir müssen auf diesen Kundenwunsch reagieren, egal ob es betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.“ War es falsch, 2006/07 jede dritte Zweigstelle zu schließen? Der Vorstandschef antwortet: „Es gibt für so etwas keinen günstigen Zeitpunkt. Man muss auch bedenken, dass es zunehmend Konkurrenz von Instituten ohne Zweigstellen gibt.“ Das damalige Angebot, mehr zu Kunden nach Hause zu kommen, werde deutlich weniger als erwartet genutzt.

Der Sparkassen-Vorstand schlägt dem Ende März tagenden Verwaltungsrat vor, die Zweibrücker Hauptstelle an der Maxstraße in das bisherige Beratungscenter am Schlossplatz zu integrieren. Entgegen erster Überlegungen (wir berichteten) könne man sich dabei „ganz im Wesentlichen“ auf die eigenen Räume am Schlossplatz beschränken“ und müsse nicht in Nachbargebäude expandieren, so Klein. Sollte der Verwaltungsrat zustimmen, „wäre ein Umzug noch in diesem Jahr denkbar“. Kunden und Mitarbeiter könnten dann fast so gute Bedingungen wie in dem Neubau in Pirmasens erwarten. Zweibrücken. „Sehr zufrieden“ mit dem Jahr 2009 ist der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Südwestpfalz, Rolf E. Klein. Das Jahresergebnis wurde von 5,8 auf 6,3 Millionen Euro gesteigert, vor allem weil es keine Ausfälle bei Eigenanlagen mehr gab. Die Zahlen bestätigten, „dass eine bodenständige und nachhaltige Geschäftspolitik für die Sparkasse, die Unternehmen und Menschen der Region wichtig und erfolgreich sind“.

Die Bilanzsumme ging durch den Rückgang von Interbankgeschäften von 2,2 auf 1,9 Millionen Euro zurück. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um zwei Prozent auf 1,6 Millionen Euro. Besonders gefragt gewesen seien 2009 „klassische Sparformen“, die ein „ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis erfüllten“ – das Zuwachssparen stieg um 24 Prozent. Beim derzeitigen niedrigen Zinsniveau empfehle die Sparkasse aber die Anlage in „soliden Fonds und Zertifikaten“, so Klein (Foto: pm). „Sehr ärgert“ ihn, dass staatlich gestützte Banken für Geldanlagen weiter Zinsen anböten, die sich nicht rechnen könnten. Das verzerre den Wettbewerb zu Lasten der Sparkassen und VR-Banken.

Eine Kreditklemme gebe es bei der Sparkasse Südwestpfalz nicht – im Gegenteil: Die Neuausleihungen an Firmenkunden stiegen 2009 um 20 Prozent. Auch deshalb, weil „überregionale Banken bei dem ein oder anderen Unternehmen in der Region den Kredithahn sehr rigoros zugedreht haben und wir dadurch Kunden hinzugewonnen haben“.
lf