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Spannende Einblicke in die Entwicklung Rimschweilers

Spannende Einblicke in die Entwicklung Rimschweilers

„Es wäre schade, wenn nachher Leute sagen, ich hätte da noch ein Bild“, hofft Helmut Lauer darauf, dass ihm Bürger noch rechtzeitig Fotos von Rimschweiler zukommen lassen. Lauer erstellt derzeit einen Bildband über den Stadtteil.

Auf 190 Seiten Text und in annährend 100 Fotos hat der Zweibrücker Helmut Lauer eine umfassende Dokumentation Rimschweilers erstellt. Bei der zweijährigen Arbeit wurde der Hobbyhistoriker von Rimschweiler Bürgern mit Informationen und Fotos unterstützt. Im März wird der im Eigenverlag vertriebene Textband erscheinen. Im Sommer soll der Bildband erscheinen. Dabei hofft Lauer noch auf das ein oder andere Foto, das jetzt noch in einer Schublade oder Schachtel schlummert. "Es wäre schade, wenn nachher Leute sagen, ich hätte da noch ein Bild." Deshalb bittet er um leihweise Überlassung von Fotos.

Von der Gründung des Ortes 1273 über den 30-jährigen Krieg, der Anlage des ersten Friedhofs 1833, dem Leben nach dem 1870er Krieg oder Auszügen der Gemeindeordnung aus dem Jahr 1905 werden in der Dokumentation interessante Details dargelegt. Beleuchtet werden auch der Bau der Landstraße und der Hornbachbahn oder die Landwirtschaft. Einen großen Raum nehmen die Gespräche mit Zeitzeugen ein. Aber auch Auszüge aus den Tageszeitungen hat der Autor verwendet. Dabei wird auf die Wahlergebnisse der Zeit zwischen den Weltkriegen, den Westwallbau, die Evakuierung, die Kämpfe, eingegangen.

Die Nachkriegszeit und der Bau des Flugplatzes werden ebenfalls geschildert. Ein eigenes Kapitel ist dem Heidelbingerhof gewidmet - bis zum Bau der Aussiedlerhöfe Ende der 1960er Jahre der einzige Hof auf Rimschweiler Gemarkung. In einem weiteren Kapitel sind typische Gerichte aus unserer Gegend aufgeschrieben, wie sie heute noch gekocht werden. Die Vereine werden mit eigenen Chroniken aufgeführt. Dokumente, Adressbücher und Karten bilden den Abschluss des Bandes, der zunächst in einer kleinen Auflage von wenigen dutzend Exemplaren erscheinen soll. Die Dokumentation ist erhältlich bei Helmut Lauer, Telefon (0 63 32) 38 58.