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Sozialplan: Transfergesellschaft für Servicekräfte des „Evangelischen“

Sozialplan: Transfergesellschaft für Servicekräfte des „Evangelischen“

Auch für die zuletzt rund 70 Mitarbeiter der Service- und Dienstleistungsgesellschaft im Evangelischen Krankenhaus Zweibrücken gibt es jetzt einen Sozialplan. Dieser unterscheidet sich teils deutlich von dem Sozialplan für das klinikeigene Personal.

Nachdem Anfang August bereits zwischen Landesverein für Innere Mission in der Pfalz (LVIM) und der Mitarbeitervertretung des Evangelischen Krankenhauses Zweibrücken ein Sozialplan für die dort beschäftigten LVIM-Mitarbeiter abgeschlossen worden war, wurde jetzt auch für die von der Schließung des Krankenhausbetriebs betroffenen Mitarbeiter der LVIM Service- und Dienstleistungsgesellschaft (SDG) "eine einvernehmliche Lösung verabschiedet". Das teilte gestern am späten Nachmittag der LVIM mit.

Die rund 70 Angestellten der SDG sind etwa in Reinigung, Küche, Hauswirtschaft oder als Stationshilfe tätig - also ganz überwiegend niedriger qualifiziert und schlechter bezahlt als das klinikeigene Personal .

Finanzielle Abfederung

Laut LVIM wird "den Beschäftigten neben finanzieller Abfederung die Möglichkeit eröffnet, bis zu einer Dauer von zwölf Monaten in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Im Rahmen dieser Transfermaßnahme werden gezielte Qualifizierungs- und Vermittlungsaktivitäten stattfinden". Die Beschäftigten würden dabei eng durch die Agentur für Arbeit begleitet.

Damit weicht die Sozialplan-Lösung für die zuletzt rund 70 SDG-Mitarbeiter teilweise deutlich von dem Sozialplan für das Klinik-Stammpersonal ab. Für dieses gibt es zwar keine Transfergesellschaft - dafür aber schon jetzt hunderte konkrete Arbeitsplatz-Angebote, die der LVIM in eigenen Einrichtungen oder bei anderen Kliniken in der Nähe Zweibrückens vermittelt (wir berichteten).

Betriebsrat äußerst zufrieden

"Wir sind mit dem Verhandlungsergebnis äußerst zufrieden, ist es doch umfassend und eng an den Interessen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientiert", zitiert die LVIM-Pressemitteilung die SDG-Betriebsratsvorsitzende Kerstine Metzger.

"Von Seiten des LVIM-Vorstands wird positiv hervorgehoben, dass nunmehr ein weiterer wichtiger Meilenstein im Zusammenhang mit der notwendig gewordenen Krankenhausschließung in enger Abstimmung mit der Mitarbeiterschaft erreicht werden konnte", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das Evangelische Krankenhaus wird aus finanziellen Gründen am 30. September geschlossen (wir berichteten).

Betriebsrat und Geschäftsführung der SDG haben sich auf den Sozialplan nach mehreren Verhandlungen geeinigt. Der Betriebsrat wurde dabei - wie auch seinerzeit die Mitarbeitervertretung des Krankenhauses - von dem Arbeitsrechtler Markus Dönneweg aus St. Ingbert beraten, der das Verhandlungsergebnis am Dienstag "während einer sehr gut besuchten Betriebsversammlung ausführlich vorstellte", berichtet der LVIM.