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Sorge um Betriebsrenten von Tadano-Demag: Pensionssicherungs-Verein tritt ein

Pensionssicherungs-Verein übernimmt Verpflichtungen : Demag-Betriebsrente: nicht gezahlt, aber gesichert

Seit November hat Tadano-Demag keine Betriebsrenten mehr gezahlt. Personalchef Schättle beruhigt: Der Pensions-Sicherungs-Verein übernimmt die Verpflichtungen.

Es herrscht große Unruhe bei Tadano-Demag. In unserer Donnerstagausgabe berichteten wir nach Merkur-Recherchen darüber, dass wohl ungefähr 400 Kündigungen an den beiden Standorten in Zweibrücken ausgesprochen werden sollen. Die Sorgen bei den Beschäftigten sind folglich groß.

Doch auch diejenigen, die in früheren Zeiten bei dem Kranbauer arbeiteten und nun im Ruhestand sind, machen sich Sorgen. Zwar müssen diese nicht mehr um ihren Arbeitsplatz fürchten. Aber es gibt doch einige Ängste wegen der Betriebsrenten. Die sind für so manch einen Rentner finanziell unverzichtbar. Und nun sorgen sich die Betroffenen über ein mögliches Wegbrechen dieser Betriebsrente – schließlich wurde vom Amtsgericht Zweibrücken ein Insolvenzverfahren über Tadano-Demag eröffnet.

Was wird nun mit unseren Betriebsrenten, fragten sich in den vergangenen Tagen auf Facebook mehrere Nutzer. Diese erklärten, dass sie seit Ende des Jahres die Betriebsrenten nicht mehr erhalten hätten.

Frank Schättle, Personalchef bei Tadano, bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Betriebsrenten in Form der Direktzusage seit November nicht gezahlt wurden, es stünden also die Beiträge für November, Dezember und Januar aus.

Schättle bedauert dies, beruhigt aber zugleich die Ruheständler: „Der Pensions-Sicherungs-Verein übernimmt die Verpflichtungen – und wird auch die seit November ausstehenden Betriebsrenten nachzahlen.“

In Fällen von Insolvenz greife dieser Sicherungs-Verein (siehe Info) und übernehme die Verpflichtungen des betroffenen Betriebes. Damit werde der Verein „zu einem großen Gläubiger“, sagte Schättle und habe damit auch bei der für 18. Februar anvisierten Gläubiger-Versammlung in der Festhalle Zweibrücken (wir berichteten gestern) ein entsprechendes Gewicht bei der Abstimmung über den Sanierungsplan.

Schättle bittet die Ruheständler noch um etwas Geduld und stellt in Aussicht, dass die Zahlungen „in den nächsten Wochen“ erfolgen werden.

Die Direktzusagen haben laut dem Personalchef eine lange Historie bei dem Unternehmen und gründen auf der „Mannesmann-Leistungsordnung vom 1.1.1988“.