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Sonntagsverkauf-Regelung für Style Outlets spaltet die Gemüter

Sonntagsverkauf-Regelung für Style Outlets spaltet die Gemüter

Zweibrücken. Die Forderung des Einzelhandelsverbandes Rheinhessen-Pfalz, die rheinland-pfälzische Landesregierung solle die genehmigte Anzahl verkaufsoffener Sonntage für die Zweibrücker Style Outlets reduzieren, stößt beim Mainzer Wirtschaftsminister Hendrik Hering (Foto: dpa) auf taube Ohren. Hanno Scherer, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, hatte am 18

Zweibrücken. Die Forderung des Einzelhandelsverbandes Rheinhessen-Pfalz, die rheinland-pfälzische Landesregierung solle die genehmigte Anzahl verkaufsoffener Sonntage für die Zweibrücker Style Outlets reduzieren, stößt beim Mainzer Wirtschaftsminister Hendrik Hering (Foto: dpa) auf taube Ohren. Hanno Scherer, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, hatte am 18. Dezember im Pfälzischen Merkur gesagt, die großzügige Sonntagsöffnungserlaubnis für die Style Outlets (diese dürfen neben den vier üblichen verkaufsoffenen Sonntagen zusätzlich an allen Sonntagen vor, in und nach den Oster-, Sommer- und Herbstferien öffnen) sei womöglich verfassungswidrig, sein Verband prüfe eine Klage.Hering (SPD) erklärte am Mittwoch, dass er diese Sonderregelung für Zweibrücken nicht als rechtlich bedenklich einstuft. Er wies auf die "Sondersituation" hin, die in Zweibrücken bestehe. Das Land verfolgt dort ein "Vier-Säulen-Konzept", zu dessen Bestandteilen auch der Flughafen und die Style Outlets gehören. Laut Untersuchungen werde davon ausgegangen, dass "zehn bis 15 Prozent" der Fluggäste die Style Outlets aufsuchen würden. Es komme mehr Kaufkraft und es finde auch keine Verlagerung innerhalb Zweibrückens statt.

An dieser Kaufkraft-Aussage stößt sich der Chef der Zweibrücker Werbegemeinschaft, Mario Facco. Auf Merkur-Anfrage sagte er: "Es kommt mehr Kaufkraft nach Zweibrücken, das ist richtig. Aber nur in die Style Outlets. Die Innenstadt hat überhaupt nichts davon. Hering ist Galaxien von der Wirklichkeit entfernt." Facco kritisierte die Politik dafür, dass sie "immer nur auf den großflächigen Einzelhandel schaut, aber die Innenstadt total vernachlässigt". Die Style Outlets waren am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.