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Soldaten warten insgesamt acht Jahre auf Sporthalle

Soldaten warten insgesamt acht Jahre auf Sporthalle

Letzten November hatte das Bundeswehrdienstleistungszentrum noch angekündigt, die lang ersehnte neue Sporthalle in der Niederauerbach-Kaserne werde bis Ende 2015 stehen (wir berichteten). Jetzt dauert es nochmal drei Jahre länger.

Ende September 2018 soll die neue Sporthalle in der Niederauerbach-Kaserne fertig sein und noch im gleichen Jahr eingeweiht werden. Das kündigt der Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums in Zweibrücken , Hans-Helmut Lenzen, auf Merkur-Nachfrage an. Damit müssen die Soldaten noch mehr als dreieinhalb Jahre ohne Sporthalle auskommen.

Dieser Zustand bestehe seit 2010, sagt der stellvertretende Kasernenkommandant, Oberstleutnant York Buchholtz. Seitdem steht den Soldaten lediglich ein Kraftraum und seit dem vergangenen Jahr der neu angelegte Sportplatz zur Verfügung. "In den Wintermonaten können wir nicht viel machen", sagt Buchholtz. Da sei den Soldaten nichts anderes übrig geblieben, als durch Schnee und Matsch zu laufen. Die Stadt bemühe sich zwar, der Bundeswehr zu helfen. So konnten die Soldaten zumindest während der Schulferien eine Schulsporthalle nutzen.

Die Aussage, dass die neue Halle bis Ende 2018 genutzt werden kann, hält Oberstleutnant Buchholtz für "sehr optimistisch".

"Damit müssen wir halt leben", kommentiert Buchholtz den lang andauernden Mangel. Auch wenn dieser die Attraktivität der Kaserne beeinträchtige: "Die Soldaten wollen in der Freizeit oder am Wochenende im Winter gerne Mal in der Halle Sport treiben."

Auch der Kommandeur des Fallschirmjägerbataillons 263, Oberstleutnant Constantin Spallek, hatte kürzlich beim Merkur-Salongespräch die fehlende Halle bedauert.

Die Sporthalle steht auf dem Plan der bereits begonnenen Modernisierung der Niederauerbach-Kaserne (wir berichteten). Dazu gehört neben der Sanierung von Kasernengebäuden oder einem neuen Sanitätszentrum auch die Sporthalle. Bei der Planung orientiert sich Lenzen an der Truppenstärke von 1200 bis 1300 Soldaten. Deshalb sei auch die Entscheidung für einen Neubau statt einer Sanierung der zweigeschossigen Halle gefallen: "Für die Zahl der Soldaten reicht eine Halle." Mitte Februar sei der Neubau vom Verteidigungsministerium genehmigt worden. Nach Angaben des Leiters des Dienstleistungszentrums kostet die neue Halle 3,7 Millionen Euro. Im März 2017 solle mit dem Bau begonnen werden.