Auftritt mit Premiere Große Stimmen und große Gefühle

Zweibrücken · Die Söhne Mannheims verzauberten mit ihrem Piano-Konzert die Zweibrücker Festhalle.

Pianist Florian Sitzmann, die Sänger Karim Amun, Dominic Sanz, Michael Klimas, Giuseppe Morello und Rapper Metaphysics begeisterten mit „Piano“.

Pianist Florian Sitzmann, die Sänger Karim Amun, Dominic Sanz, Michael Klimas, Giuseppe Morello und Rapper Metaphysics begeisterten mit „Piano“.

Foto: Cordula von Waldow

Das Piano-Konzert der Söhne Mannheims in der Zweibrücker Festhalle endete mit einer Weltpremiere. Zum allerersten Mal vor Publikum präsentierten die fünf Sänger und ihr begnadeter Pianist den neuen Titel „Kompassnadel“ von ihrem neuen Album „Kompass“, das im Sommer erscheinen soll. „Traut Euch ruhig“, hatte Leadsänger Karim Amun, der durch den Abend führte, das Zweibrücker Publikum ermutigt, nach einer Zugabe „zu fragen“. Das ließen sich die gut 420 Zuhörerinnen und Zuhörer nicht zweimal sagen. Kaum war der letzte Ton des Schlussliedes „Mut“ verklungen, gellten Begeisterungsrufe und -pfiffe und schnellten alle applaudierend von den Sitzen. Dass sie dann mit der Welt-Uraufführung belohnt werden würden, konnte niemand ahnen. Die neue Single, die offiziell erst am 24. März erscheint, handelt vom Verloren gehen und doch in sich den eigenen Standort finden und kam als Krönung eines auf allen Ebenen gelungenen Konzertabends auf Anhieb gut an.

Mit charismatischen Stimmen, starken Texten und einer authentischen Publikumsnähe hatten die sechs Söhne Mannheims am Samstagabend im Nu die Herzen ihrer Zuhörer gewonnen. Mucksmäuschenstill war es in der Zweibrücker Festhalle. Wie gebannt richteten sich alle Augen- und Ohrenpaare auf die Bühne. Die von Lied zu Lied wechselnden Besetzung brachte ebenso Bewegung auf die Bühne wie die dezente, vor allem mit Farben spielende Lichtshow, und schuf immer wieder neue Klangerlebnisse.

Glasklar verständlich, emotional interpretiert und dadurch mit intensiver Wirkung, verkündeten die Söhne Mannheims ihre Lebensweisheiten rund um die verschiedensten Lebensthemen – von Liebe und Paarbeziehungen etwa in „Aus und vorbei“ oder „Zurück zu Dir“ bis hin zu Gesellschaftskritik in „Moral“, Tiefenphilosophischem wie in „Live“, „Freiheit“, „Keine Eile“, „Wir leben im Jetzt“ oder Ermutigungs-Titel „Mut“. Botschaften, die durch die eingeworfenen Raps von Söhne-Mannheims-Urgestein Metaphysics verstärkt wurden. „Kümmer Dich um Dein Leben ...wir müssen was bewegen, denn sonst bewegt sich nichts,“ erinnerten sie gleich zu Beginn.

Schnell wurde das Publikum mit einbezogen und zwischen reinen, eher softigen Hörgenuss-Titeln immer wieder auch zum Mitklatschen der rockigeren Titel eingeladen wie etwa bei „Eine Million Lieder“. Florian Sitzmann, in der Band bekannt als Dr. Ton, erzählte die Entstehungsgeschichte von einem der ersten Titel, an dem die Band allerdings drei Jahre feilte, bis er erschien und zum Evergreen wurde. Er bestätigte: „Ein guter Song ist ein guter Song, bleibt ein guter Song.“ Etwas, das man so für alle Söhne-Mannheims-Titel annehmen darf. Und nach kaum zwei Takten wussten die eingfleischten Fans sofort:  „Und wenn ein Lied“.

Diese waren allerdings in der Minderheit, wie die Frage von Karim Amun an das Publikum bewies. Für die überwiegende Mehrheit war es das erste Söhne-Mannheims-Konzert. So auch für die Zweibrückerin Ramona Schöndorf. Sie schwärmt total begeistert von dem „intensiven Feeling der Texte, den absolut begnadeten Stimmen und den super sympatischen Künstlern“. Die langjährigen Fans wie die beiden Pirmasenserinnen Stefanie Kamphues-Schmidt und Dagmar Motsch genossen besonders die Ruhe im Konzert. Sie sind sich einig: „Super schön, es hat sich definitiv gelohnt zu kommen“

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