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Konzert am Freitag: Ska Einsatz Kommando feiert Jubiläum

Konzert am Freitag : Ska Einsatz Kommando feiert Jubiläum

Seit 20 Jahren verbreitet das Ska Einsatz Kommando (kurz SEK) bei Liveauftritten in Zweibrücken, Deutschland und sogar im europäischen Ausland mit tanzbaren Rhythmen zwischen Ska, Punk und Reggae gute Laune. Am Freitag feiert die Band in der ACH Eventhalle den runden Geburtstag.

Ob vor 3000 Leuten bei einem Open Air auf dem Mannheimer Schneckenhof oder vor zwei zahlenden Gästen in Wyhlen bei Basel in der Schweiz – das Ska Einsatz Kommando hat in seiner zwanzigjährigen Bandgeschichte bereits so einige Höhen, aber auch Tiefen durchlebt. Da Ska  eine tendenziell eher fröhliche Musikart ist, hat es jedoch noch niemand geschafft, den Jungs und Mädels die Freude am Spielen zu nehmen.

Entstanden ist die Band im Jahr 1999 ausgerechnet aus einer Goth-Metal-Band heraus, wie Drummer Marc-Oliver Mayer erzählt. „Jens (Lambert, Bass) hat mich damals dazu geholt und als zwei, drei Leute hingeworfen haben, warf Keyborder Frank Spengard die Idee in den Raum, Ska zu spielen“, erklärt er. Durch Bands wie die Busters war der auf Bläsern basierte Ska-Sound um die Jahrtausendwende relativ populär. Mit Tobias Lauer und Oliver Senger waren schnell zwei Sänger gefunden und man begann damit, eigene Songs zu schreiben.

Ihre Live-Feuertaufe absolvierten SEK am 22. April 2000 im ausverkauften Zweibrücker Erdgeschoss gemeinsam mit der Punkband Stoned Aliens. „Unser Anspruch war es von Beginn an, nur eigene Stücke zu spielen“, meint Mayer. Deswegen musste beim zweiten Gig der Bandgeschichte direkt ein wenig improvisiert werden. Auf einer Uni-Party in Landau musste die noch junge Band gute zwei Stunden mit lediglich zwölf Songs füllen. Bereits damals zeigte sich aber das Talent der Gruppe, die Zuschauer zum mitmachen zu animieren, weshalb auch dieses Konzert zum Erfolg wurde.

Nachdem im Jahr 2001 die erste EP „Another Drunken Night“ erschien, musste Sänger Lauer die Band verlassen. Er wurde ersetzt von Mathias Bischoff, der bis heute Teil der Band ist. Generell ist die Geschichte von SEK geprägt von vielen Besetzungswechseln. Neben den acht aktuellen Bandmitgliedern waren insgesamt noch 14 weitere Menschen zwischenzeitlich Teil der Band (siehe Infokasten).

Mit dem neuen Mann am Gesang erspielte man sich kontinuierlich den Ruf, bei Liveshows stets für gute Stimmung zu sorgen und die Bude ordentlich zum kochen zu bringen. Es folgten erste Auftritte auf dem Zweibrücker Stadtfest und im gesamten Südwesten der Republik. Man teilte sich die Bühne mit Szenegrößen wie den Busters, den Toasters, Rantanplan, Pascow, Hammerhai, Steakknife oder Dr. Woggle. Festgehalten wurde die Livepower der Band im Jahr 2007 mit einer Live-CD/DVD, die beim Stadtfest-Gig an der alten Feuerwache aufgenommen wurde.

Auch wenn die Band mit zunehmendem Alter und den damit einhergehenden Verpflichtungen immer schwieriger zu managen sei, macht die Musik den Mitgliedern immer noch Spaß, wie Bischoff erklärt. „Wir leben heute ein bisschen verstreut, von Frankfurt über Wiesbaden und Annweiler bis nach Zweibrücken, aber wir versuchen trotzdem alle zwei Wochen zu proben.“ Da es der Band nie ums Geld ging, sucht sie sich ihre Gigs mittlerweile größtenteils selbst aus. „Wir spielen nur noch, was uns auch Spaß macht“, erklärt er.

Die bisherigen zwei Studioalben „On Vacation“ (2006) und „Till U Drop“ (2011) erhalten im kommenden Jahr einen noch unbetitelten Nachfolger. Die neue Platte ist laut Bischoff größtenteils eingespielt und dürfte im Frühjahr oder Sommer erscheinen. Im vergangenen Jahr kamen mit Tobias Weißgerber (Keyboard) und Dominik Gimler (Gitarre) zwei neue Mitglieder zum SEK, die sich zunächst ins Bandgefüge einfügen mussten. In Zukunft wolle man dann wieder öfter live spielen. „Solange es geht und uns Spaß bereitet, machen wir weiter“, verspricht der Sänger.

Zunächst steht aber das große Bandjubiläum an. Am Freitag laden SEK in die ACH Eventhalle ein, wo mit den befreundeten Bands Jelly Toast (St. Ingbert) und Skaver (Saarbrücken) ordentlich gefeiert wird. Tickets für die große Sause gibt es im Vorverkauf im Café Pastis sowie bei Tabak Bayer für zehn Euro, an der Abendkasse zahlt man 13 Euro. Einlass ist um 19 Uhr.