Fall in Zweibrücken Sexuelle Straftat: Ermittlungen weiter schwierig

Zweibrücken · Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, verrät die Polizei zwar weiterhin keine Details. Sie weist aber ein kursierendes Gerücht klar zurück.

 Dei Kripo ermittelt (Symbolbild).

Dei Kripo ermittelt (Symbolbild).

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Auch viereinhalb Tage nach der mutmaßlichen sexuellen Straftat in der Nacht vom 7. auf den 8. September in Zweibrücken sind Ablauf und Hintergründe unklar.

Am vergangenen Freitag hatte die Polizeidirektion Pirmasens nur eine kurze Pressemitteilung herausgegeben, in der es hieß: „Die Ermittlungen stehen jedoch noch ganz am Anfang, weshalb weitere Auskünfte diesbezüglich aus ermittlungstaktischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich sind.“ Augenzeugen hatten beobachtet und den Merkur darüber informiert, dass es noch am Freitagvormittag Absperrungen in der Kohlenhofstraße am Fuß- und Radweg Richtung Homburger Straße gab und die Kripo mit mehreren Fahrzeugen vor Ort war. Die Polizei bestätigte damals allgemein, dass es „Absperrungen wegen Spurensicherungsmaßnahmen“ gebe (wir berichteten).

Auf Merkur-Nachfrage erklärte am Dienstagmittag Polizeidirektions-Pressesprecher Werner Häfner nach Rücksprache mit den Ermittlern der Kriminalpolizei, die Ermittlungen dauerten noch an. Auf Facebook hatte das Schweigen der Polizei zu den Details zu wilden Spekulationen geführt, von rassistischen Äußerungen bis zur Befürchtung, es handele sich sogar um ein Tötungsdelikt – nichts davon beruhte auf konkreten Informationen. Häfner bat am Dienstag um Verständnis, dass man – außer dass es sich um kein Tötungsdelikt handele – weiterhin Stillschweigen gegenüber der Öffentlichkeit wahren müsse. Denn: „Jedes weitere veröffentlichte Detail wäre schädlich, weil es die Ermittlungen gefährden könnte.“ Er verstehe aber das Informationsinteresse der Öffentlichkeit – sobald wie möglich sei deshalb eine gemeinsame Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft Zweibrücken geplant.