1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Wetterrückblick : September überdurchschnittlich trocken

Wetterrückblick : September überdurchschnittlich trocken

Im September setzte sich das extrem trockene Wetter der letzten Monate noch für lange Zeit fort. Dazu verwöhnte uns weiterhin reichlich die Sonne. Oft blieb es dabei mit Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad angenehm warm bis spätsommerlich.

Nur zwischendurch verharrten die Temperaturen im kühleren Bereich von 14 bis 19 Grad. Unter nächtlichem Sternenhimmel konnte es dann aber sogar empfindlich frisch werden. In windgeschützten Tälern sanken die Temperaturen auch schon mal in die Nähe des Gefrierpunktes und erster zaghafter Bodenfrost trat auf.

Pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang stellte sich die Großwetterlage um. Kräftigere Tiefdruckgebiete über dem Atlantik und den Britischen Inseln schickten uns mit südwestlichen Winden dichtere Regen- und Schauerwolken und versorgten die ausgetrocknete Natur mit dem so dringend benötigten Nass. Mit Tagestemperaturen zwischen 15 und 20 Grad blieb es aber gemäß der Jahreszeit noch verhältnismäßig mild.

Regionale Wetterdaten Das Mittel der Lufttemperatur lag im September mit 14,8 Grad Celsius um 0,9 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert. „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es bereits 18. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5,0 Grad und mehr) konnten 30 verbucht werden. An 15 Tagen kletterte das Quecksilber auf 20,0 Grad und mehr. „Sommertage“ (Tageshöchsttemperatur 25,0 Grad und mehr) gab es vier. Der tiefste Wert mit frühherbstlichen 5,5 Grad resultierte am 20.. Der höchste Wert dieses Monats wurde am 15. mit spätsommerlichen 27,0 Grad verzeichnet. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn erneut nur bei mageren 47,3 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 72,8 Prozent des langjährigen Monatsmittels. Damit war dies bereits der vierte Monat in Folge welcher deutlich zu trocken ausfiel. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 42,4 Liter pro Quadratmeter, in Morlautern waren es 39,4 Liter pro Quadratmeter, in Trippstadt waren es 53,6 Liter pro Quadratmeter, in Landstuhl waren es 55 Liter pro Quadratmeter, in Zweibrücken waren es 55,3 Liter pro Quadratmeter und in Riedelberg an der französischen Grenze waren es immerhin 43,8 Liter pro Quadratmeter. Der Niederschlag konzentrierte sich auf zwölf Tage. Der meiste Niederschlag fiel in Lambsborn mit 8,5 Litern pro Quadratmeter am 27. An keinem Tag blitzte und donnerte es. An zwei Tagen wurde hier Nebel beobachtet. Tage mit starkem Wind gab es einen einzigen. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) gab es drei. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) beobachtete man sieben. Die restlichen Tage lagen dazwischen. Zu insgesamt 57,3 Prozent war der Himmel während dieses Monats von Wolken überzogen. Die Sonnenscheindauer erreichte 183 Stunden. Das entspricht 108,9 Prozent des langjährigen Mittels. Durchschnittlich schien sie also an jedem Tag etwas über sechs Stunden. Michael Agne