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Seniorenratgeber für Zweibrücken vorgestellt

Neuer Seniorenratgeber Zweibrücken : Informationen für Ältere und ihre Angehörigen

Die Stadt hat einen neuen Seniorenratgeber herausgegeben. Die letzte Auflage stammte aus dem Jahr 2006.

Ein Viertel der Zweibrücker Bevölkerung ist 65 Jahre und älter. Mit dem Eintritt ins Rentenalter ändern sich die Bedürfnisse, selbst für Menschen, die gesund und fit bleiben, und erst recht für Menschen, die auf ärztliche und pflegerische Unterstützung angewiesen sind. Um dieser Bevölkerungsgruppe das Leben zu erleichtern und so angenehm wie möglich gestalten zu helfen, hat die Stadt jetzt einen neuen Seniorenwegweiser aufgelegt.

Mit diesem arbeitsintensiven Projekt gab der neue Seniorenbeauftragte der Stadt Zweibrücken, Michael Seebald, quasi seinen Einstand. „Der letzte Seniorenwegweiser stammte noch von 2006“, erklärt Bürgermeister Christian Gauf die Notwendigkeit einer Neuauflage. Entsprechend groß war der Rechercheaufwand quer durch zahlreiche beteiligte Abteilungen der Stadtverwaltung, sämtliche Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen der Stadt sowie eine Vielzahl an Dienstleistern und Gewerbetreibenden, die sich entweder auf diese Zielgruppe spezialisiert haben oder ein entsprechendes Angebot bereit halten.

Michael Seebald freut sich: „Das ist innerhalb kurzer Zeit sehr gut angenommen worden.“ So seien der Stadt keinerlei Kosten für den Wegweiser entstanden. Die Auflage umfasst 3000 Exemplare und ist erhältlich bei der Stadt sowie in verschiedenen Einrichtungen und natürlich im Seniorenbüro in der Poststraße. Außerdem kann der Zweibrücker Seniorenwegweiser über die Homepage der Stadt im PDF-Format heruntergeladen werden.

Auf 36 Seiten im übergroßen DIN-A5-Format wird eine Vielzahl an Kooperationspartnern vorgestellt. Christian Gauf beschreibt: „Unser Seniorenwegweiser soll Hilfestellung bei vielen Fragen geben, sowohl für sich selbst als auch für Angehörige.“ Angefangen über Kontakte bei Behörden und Beratungsstellen, Beratung zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuung oder zu finanziellen Hilfen, über Pflege und Demenz bis zu Wohnen im Alter, zur Sterbe- und Trauerbegleitung enthält er zudem viele Tipps zur Freizeitgestaltung, über Fitness und Gesundheit, Bildung und Kultur. So haben sich auch die passenden Vereine an der Gestaltung des Zweibrücker Seniorenwegweisers beteiligt.

Mit Christina Kohl, Inhaberin des gleichnamigen Verlags in Luxemburg, hatte sich die Stadt Zweibrücken engagierte Kompetenz an die Seite geholt. Sowie Erfahrung, denn die Verlegerin hatte bereits den Seniorenführer in Trier mit entwickelt. Im Schulterschluss mit City-Managerin Petra Stricker und der Mörsbacher Werbeagentur FORMART wurden das äußere Erscheinungsbild und das gesamte Layout an das Corporate Design der Stadt Zweibrücken angepasst.

Christina Kohl betont, es sei wichtig gewesen, viele Informationen zu geben, die losgelöst von der Corona-Zeit nutzbar seien, etwa über die Gärtenvielfalt in der Stadt. „Das ist eine gute Basis, ein Bericht der Stadt, wo wir heute stehen, um in einigen Jahren rückblickend zu sehen, wie wir uns entwickelt haben“, lobt Gertrud Schanne-Raab. Die Vorsitzende des Zweibrücker Seniorenbeirats ist erfreut, dass der neue Seniorenbeauftragte dieses Mammutwerk gleich in Angriff genommen hat. Die 75-Jährige weiß: „Das ist eine lange Zeit, vom Ende des Berufslebens bis zum Tod. Aber kein Lebensdrittel, von dem man sagt, man steht auf dem Abstellgleis. Da kann man noch vieles aktiv gestalten.“ Auch hierzu gebe der neue Seniorenwegweiser eine Vielzahl an hilfreichen Informationen. Damit das auch so bleibt, soll er nach Bedarf aktualisiert werden. „So in zwei Jahren etwa“ schätzen die Verantwortlichen. Auf keinen Fall werden erneut 15 Jahre vergehen.