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Senioren-Theaterwerkstatt Zweibrücken

Im Bonhoeffer-Haus : Mit Sketchen wird das Leben beleuchtet

Nach einem Jahr Vorstellungspause lädt die Zweibrücker Senioren-Theaterwerkstatt jetzt mit ihrem neuen Programm „So oder so ist das Leben … immer noch“ erstmals ins Bonhoeffer-Haus ein.

„Dies ist eine doppelte Premiere“, erklärt Inge Seebach. Zum ersten Mal probte die Zweibrücker Senioren-Theaterwerkstatt ihr neues Stück „So oder so ist das Leben … immer noch“ auf der Bühne im Bonhoeffer-Haus. Die Aufführung ist am Freitag, 5. April, um 19 Uhr. „Bisher haben wir immer im Maxkeller spielen dürfen, doch das ist jetzt nicht mehr möglich“, bedauern die vier Akteure ihr Ausscheiden aus dem Jugendzentrum. Seit sich die Theaterwerkstatt auf Initiative der Zweibrücker Schauspielerin Silvia Bervingas vor zehn Jahren gegründet hat, hat die rege Seniorengruppe jedes Jahr mindestens eine Aufführung dort gehabt. „Nur letztes Jahr nicht, weil nicht geklärt war, ob wir jetzt dort spielen dürfen oder nicht.“

Um fit zu bleiben und weil es ihnen großen Spaß macht, suchten sie sich kurzentschlossen eine neue Bühne in Zweibrücken. „Die ist schön groß“, lobt Gerd Seebach, der „Gute Geist“ der Senioren-Theaterwerkstatt. Die Senioren sind dankbar, dass sie im Bonhoeffer-Haus spielen dürfen. Mit der Jubiläums-Vorstellung „Zehn Jahre Senioren-Theaterwerkstatt“ beschreitet die Gruppe also neue Wege. „Silvia Bervingas hat uns vieles beigebracht“, erinnert sich Inge Seebach an die Anfangszeit. Wie spricht man auf der Bühne und vor allem, wie setzt man Minik und Gestik richtig ein. „Das ist sehr wichtig“, weiß Gunni Schulz.“ Mit ihren 78 Jahren ist sie die Älteste in dem Quartett.

Zählte die Laien-Schauspielgruppe im Laufe der Zeit auch einmal sechs Köpfe spielen Inge Seebach, Gunni Schulz, Anette Lang und Günter Schneider jetzt zu viert.

Die diesjährige Aufführung ist die Fortsetzung von „So oder so ist das Leben“ aus dem November 2016. In 17 munteren, spannenden, lustigen und auch skurrilen Sketchen und Lesungen beleuchtet das Quartett das Leben „... immer noch“. Hat jemand Angst vor dem Zahnarzt? Er kann bei dem Sketch „Nur keine Angst“ erfahren, warum das völlig unbegründet ist.

Spannend ist auch, wie man in wenigen Minuten einen Außerirdischen identifiziert, obwohl er sich optisch überhaupt nicht von einem Menschen unterscheidet. Oder weshalb wir in Trümmerlandschaften leben. Zwischen den Sketchen singt Anette Lang, mit 55 Jahren das „Küken“ der Senioren-Werkstatt, Lieder von Hildegard Knef.

Der Eintritt ist frei, Spenden zu Gunsten der Senioren-Theaterwerkstatt werden dankend angenommen.