1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Schweinegrippe, Jobs und Wahlen Mehr Optimismus gefragt

Schweinegrippe, Jobs und Wahlen Mehr Optimismus gefragt

Zweibrücken. In den vergangenen zwölf Monaten ist in Zweibrücken viel passiert. Ein neuer Stadtrat wurde gewählt. Die Schweinegrippe hielt die Menschen in Atem. Es wurden wieder Soldaten der Niederauerbachkaserne nach Afghanistan geschickt. Durch die Wirtschaftskrise haben viele Leute in der Region Angst um ihren Arbeitsplatz

Zweibrücken. In den vergangenen zwölf Monaten ist in Zweibrücken viel passiert. Ein neuer Stadtrat wurde gewählt. Die Schweinegrippe hielt die Menschen in Atem. Es wurden wieder Soldaten der Niederauerbachkaserne nach Afghanistan geschickt. Durch die Wirtschaftskrise haben viele Leute in der Region Angst um ihren Arbeitsplatz. Doch an was erinnern sich die Zweibrücker, wenn sie an das vergangene Jahr denken? Welches Thema hat für das eine oder andere Schmunzeln gesorgt? Worüber wurde diskutiert? "Ich denke vor allem an private Ereignisse", sagt Steffen Heintz (Fotos: nob). Allgemein falle ihm zum Jahr 2009 nur wenig ein. Es habe nicht viel Außergewöhnliches gegeben. "Natürlich haben mich die Wahlen beschäftigt." Den Ausgang im Bund habe er erwartet. Überraschend sei gewesen, dass in Zweibrücken die SPD bei der Kommunalwahl die Nase vorn hatte: "Das war gegen den Trend in diesem Jahr." Für Ulrike Trautmann sorgte die Schweinegrippe für die größten Schlagzeilen in 2009: "Im Herbst hat ja eine regelrechte Hysterie geherrscht, bis das Thema vor Weihnachten aus den Medien verschwunden ist." Sie selbst habe sich nicht von der Angst anstecken lassen. "Die Grippe ist doch nicht gefährlicher als jede andere auch. Deshalb habe ich mich auch nicht impfen lassen", so die Niederauerbacherin. Sie erwartet auch 2010 nicht den Ausbruch einer Epidemie, wie sie von manchen Medizinern befürchtet worden sei. Die 44-Jährige findet, dass in Deutschland alles dramatisiert werde.Friedolin Schallmo sieht das etwas anders: "Ich mache mir Sorgen wegen der Wirtschaftskrise." Diese sei in diesem Jahr noch gar nicht in vollem Ausmaß zu spüren gewesen. Der Ixheimer rechnet 2010 mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dann befürchtet der Rentner auch finanzielle Einschnitte, die auch ihn betreffen könnten: "Wenn es weniger Beitragszahler gibt, fehlt auch Geld in der Rentenkasse." Für die Althornbacher Bürgermeisterin Ute Klein war das wichtigste Ereignis in diesem der Gewinn der Kinder ihres Dorfes im Landeswettbewerb "Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung" für das Projekt "Detektiv Spürnase deckt auf". Dabei handelt es sich um drei Spiele sowie einen gemalten Dorfplan. Zweibrücken. Viele Zweibrücker gehen mit gemischten Gefühlen in das neue Jahr. Bei den Wünschen steht die Gesundheit meist an erster Stelle. "Das ist völlig klar. Ich habe vor zwei Jahren erlebt, wie schnell jemand krank werden und sterben kann", sagt Maria Rübel. Neben Gesundheit wünscht sich Uwe Limburg vor allem, dass er nicht arbeitslos wird: "Das wäre eine Katastrophe." Der 39-Jährige arbeitet im Kaiserslauterer Opelwerk, wo ein Stellenabbau droht. "Ich wünsche mir Frieden", erklärt Thomas Richberg. Dieser sei nicht selbstverständlich. Er denke da nicht nur an Auslandseinsätze der Bundeswehr, sondern auch an das Klima in Deutschland. Immer wieder komme es zu Übergriffen auf unschuldige Passanten. Die Gewalt habe deutlich zugenommen. Inge Umbach wünscht sich mehr Optimismus: "Gerade die Zweibrücker könnten den gut gebrauchen. Hier wird vieles schlechtgeredet, was gar nicht so schlecht ist." nob