Schritt voran für Premiumwege

Drei Premiumwanderwege sind bei der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in der Mache. Dem „Sanften Tourismus“ in der Region soll damit weiteres Leben eingehaucht werden.

Dem "Sanften Tourismus" in der Region will Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD ) weitere Impulse verleihen. Als "Premiumwege" zertifizierte Wanderstrecken sollen dafür der Erfolgsschlüssel sein. Die umfangreichen Vorarbeiten laufen schon längere Zeit auf Hochtouren. Maritta Kolbe, Koordinatorin bei der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, schätzt, dass die Förderanträge für die Vorhaben noch in diesem Monat auf den Weg nach Mainz gebracht werden.

Der Leitfaden des Deutschen Wanderverbandes für Premiumwege ist bei Kolbe fast zur Dauerlektüre geworden. "Manchmal träume ich schon davon und würde ihn am liebsten unters Kopfkissen legen", flachst die Tourismusverantwortliche von Zweibrücken-Land. Der Laie könne sich überhaupt nicht vorstellen, welche Anforderungen an einen solchen "Premiumweg" gestellt werden. Wer die Qualitätsmerkmale für seinen Weg nicht erfüllen kann, der habe keine Chance, das begehrte Zertifikat zu bekommen, erläutert Kolbe. Doch sie ist überzeugt, dass, allen Schwierigkeiten zum Trotz, die "Herzog-Karl-August-Tour" im Norden von Zweibrücken-Land, die "Deutschritter-Tour" im Mittelbereich und der "Paradiesweg" im Süden den Prüfungsvoraussetzungen Stand halten.

Die "Karl-August-Tour", die abschließende Namensgebung steht hier noch aus, wird den im saarländischen Grenzgebiet liegenden, geschichtsträchtigen Karlsberg tangieren. Der Tilemann-Stella-Weg in Battweiler , dort, wo auch der Deutsche Ritterorden sichtbare Spuren hinterließ, dient als Grundkonzept für die neue "Deutschritter-Tour" und der gleichfalls elf Kilometer lange "Paradiesweg" bei der Klosterstadt Hornbach führt nicht nur durch paradiesisch schöne Aue, sondern vor allem naturnahe Obstanlagen, wo Eva noch immer den Apfel an Adam reichen könnte.

Die Touren sind von Jochen Becker, einem Mitarbeiter des Deutschen Wanderinstituts, bereits abgegangen und mit entsprechenden Anmerkungen empfohlen worden. Das sei aber erst ein erfolgreicher Einstieg in die weitere Verwaltungsarbeit, die inzwischen erledigt werden musste. Maritta Kolbe: "Der Paradiesweg bei Hornbach kam schon 2013 ins Gespräch - doch welche Schwierigkeiten danach noch aus dem Weg geräumt werden mussten, das lässt sich manchmal nur schwer erahnen."

Zusammen mit der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, die gleichfalls einen Premiumweg ausweisen will, soll der Förderantrag ans rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium gehen. Das Schaffen von Premiumwegen in der Region hat seine Wurzeln beim Ile-Projekt "Wanderspaß im Pfälzer Mühlenland".