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Schluss mit dem Brötchen-Verkauf

Schluss mit dem Brötchen-Verkauf

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Zweibrücken. Hausmeister an städtischen Schulen müssen sich darauf einstellen, dass ihnen perspektivisch eine Einnahmequelle flöten geht: Nach Merkur-Informationen soll ein Kioskverkauf an Schulen künftig generell nicht mehr durch bei der Stadt beschäftigte Hausmeister erfolgen. Sprich: Bei einem Hausmeisterwechsel schreibt das zuständige Schulamt den Kioskverkauf extern aus und besetzt ihn nach einer Prüfung generell mit Nicht-Hausmeistern. Bis vor einigen Jahren war es bei Hausmeisterwechseln nach Merkur-Informationen üblich, dass Haumeister den Kioskverkauf "mitnahmen". Diese Gewohnheitsregel wurde erstmals 2009 beim Wechsel in der Mannlich-Realschule außer Kraft gesetzt. Und gerade aktuell hat es im Helmholz-Gymasium einen weiteren Fall gegeben. Dort machte die Schulleitung deutlich, dass die Kiosktätigkeit extern vergeben werden soll. Folge: Die Stadt kündigte dem Hausmeister fristgerecht zum 31. Juli.Betroffen von der Maßgabe sind laut Schulamt in den kommenden Jahren insgesamt etwa ein halbes Dutzend Hausmeister, im nächsten Jahr derjenige an der Berufsbildenden Schule. Stadtsprecher Heinz Braun erläutert zum Verständnis, dass seit 2007 die Vereinbarung bestehe, dass Hausmeister Getränke und Backwaren im Einvernehmen mit der Schulleitung verkaufen können. Braun: "Außerdem müssen die Hausmeister drei Prozent des Bruttojahresumsatzes an die Stadt abführen." Gekündigt werden könnten diese Verträge mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende.

Das Risiko ist groß, dass Kioskverkauf und Hausmeisterdienst sich vermischen. Das dürfte auch einer der Hintergründe für die Linie des Schulamts sein. Zwar schreibt der Gestattungsvertrag vor, dass Stadtbeschäftigte für den Verkauf in den Pausen extra Personal einstellen müssen, damit Unterricht und Schulbetrieb nicht beeinträchtigt werden. Dass dies nie hundertprozentig eingehalten werden kann, ist allerdings ein offenes Geheimnis. "Vor dem Hintergrund hat man sich beim Neubau der Realschule dafür entschieden, die großen Schulen, also die beiden Gymnasien, Realschule und die Berufsbildende Schule extern zu versorgen.

Auch an den Hauptschulen dürfte man nach ihrer Umwandlung im Rahmen der Strukturreform so verfahren. Nur die Grundschulen sind ausgenommen. Dort ist der Arbeitsaufwand geringer, weil es weniger Schüler sind", sagt Heinz Braun.

Nur eine externe Vergabe garantiere, dass ein Hausmeister in seiner dienstlichen Tätigkeit nicht eingeschränkt werde, erklärt Braun. Nach Merkur-Informationen hat sich auch der Stadtvorstand, bestehend aus Oberbürgermeister Helmut Reichling, dem Beigeordneten Rolf Franzen und Bürgermeister Heinz Heller am 14. Juni dem Thema angenommen und sich ausdrücklich für die Regelung ausgesprochen, den Kioskverkauf extern zu vergeben.