Schlacken-Anlage nimmt Hürde

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd hat gestern grünes Licht für das Vorhaben der Mitteldeutschen Schlacke Union (MDSU) gegeben, ihre Schlacke- und Metallaufbereitungsanlage auf der Mörsbacher Mülldeponie zu erweitern. Die Anlage ersetze die bereits früher genehmigte Mineralstoffaufbereitungsanlage mit gleicher Kapazität, hieß es von Seiten der SGD Süd.

Zu der Anlage zählen Flächen zum Zwischenlagern von Rohschlacke und der daraus abgetrennten Stoffe sowie die eigentliche Aufbereitungsanlage. Nach einem neuen Verfahren will die MDSU aus der Schlacke mehr wiederverwertbares Metall gewinnen, Eisen- und Nichteisenmetalle. Erfolgen soll das in einer neu zu errichtenden geschlossenen Halle mit einer Nutzfläche von 4583 Quadratmetern, so die SGD Süd. Behandelt würden ausschließlich nicht gefährliche Rohschlacken aus Müllverbrennungsanlagen. Der maximale Durchsatz bleibe unverändert bei 200 000 Tonnen pro Jahr. Die abgetrennte Schlacke wird als Deponieersatzbaustoff auf der Deponie Rechenbachtal eingesetzt oder am Bau vermarktet.