Bauausschuss Statt Wasser- kann jetzt wieder Fußball gespielt werden

Zweibrücken · Der Ixheimer Sportplatz soll jetzt vor Überschwemmungen nach starkem Regen gefeit sein.

Zum Fußball waren die Mitglieder des Bauausschusses nicht auf dem Ixheimer Sportplatz. Sie informierten sich über die Gewährleistungsarbeiten.

Zum Fußball waren die Mitglieder des Bauausschusses nicht auf dem Ixheimer Sportplatz. Sie informierten sich über die Gewährleistungsarbeiten.

Foto: Ralf Linn

„Wenn Sie wollen, bringen Sie einen Eimer Wasser mit“, hatte Oberbürgermeister Marold Wosnitza im Vorfeld der jüngsten Sitzung des Bauausschusses noch gewitzelt. Sein kleiner Scherz hatte jedoch einen ernsten Hintergrund. Denn das Gremium traf sich auf Einladung des Oberbürgermeisters am Dienstag zur Ortsbegehung auf dem Ixheimer Sportplatz, um sich über die nach dem Starkregen-Schadensfall dort durchgeführten Gewährleistungsarbeiten zu informieren.

Diese Aufgabe übernahmen im Sportheim vor etwas über 20 Ausschussmitgliedern und Vertretern des SV Ixheim der Amtsleiter des Schul- und Sportamtes, Thomas Deller, sowie Thomas Hoyer, Sachgebietsleiter beim Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ). Nun hatte zwar niemand den besagten Wassereimer dabei, doch gab es durchaus die eine oder andere Frage zu deren Ausführungen.

So sah beispielsweise Kurt Dettweiler die Schuld dafür, dass der Gewährleistungsfall überhaupt erst aufgetreten ist, nach den Erläuterungen Hoyers klar bei dem mit dem Bau beauftragten Unternehmen: „Da hat doch die Firma wohl einen Fehler gemacht.“

Wir erinnern uns: Der nagelneue Kunstrasenplatz des SV Ixheim stand im Oktober nach einem starken Regenguss unter Wasser, und das verwendete Korkgranulat, das ihn elastisch machen sollte, wurde ausgeschwemmt. Der UBZ-Fachmann erläuterte nun, dass die zu geringe Körnung des verwendeten Granulats kurzzeitig zu einer Verklebung führte und damit Mitschuld an der Misere hatte. Zwischenzeitlich habe man aber die Drainage geprüft und den Platz fachgerecht striegeln lassen. Auch das Klebe-Problem habe sich mittlerweile „in Wohlgefallen aufgelöst“, bestätigte Hoyer. Der Platz sei bespielbar. Man befände sich zwar an der unteren Grenze, was die Wasserdurchlässigkeit beträfe, aber immer noch im Bereich des Zulässigen, so sein Fazit.

Die Baumaßnahme gilt mittlerweile als abgeschlossen. Deller bezifferte die Gesamkosten auf knapp 797 000 Euro, wovon das Land 89 000 Euro als Zuschuss übernimmt. Doch befürchteten einige Anwesende, wie Rolf Franzen durchaus noch mögliche Folgekosten.

Denn während die Regelpflege, wie etwa das Aufbürsten, bei Kunstrasenplätzen üblicherweise der Verein übernimmt, sollte die ein bis zweimal jährlich erforderliche Striegelung besser von einer Fachfirma getätigt werden, empfahl Hoyer. Die anfallenden Kosten der Jahrespflege in Höhe von 3000 bis 4000 Euro werde aber wohl gemäß der Vereinbarung die Stadt übernehmen. Norbert Pohlmann regte in diesem Zusammenhang an, dass der Bauausschuss kurz vor Ende der fünfjährigen Gewährleistungsfrist den Zustand des Platzes nochmals prüfen solle.

Die restlichen beiden Tagesordnungspunkte der Ausschusssitzung waren an diesem Tag schnell abgehandelt. Der Leiter des Stadtbauamtes, Christian Michels und Stadtplaner Harald Ehrmann erläuterten zwei neue Förderprogramme der Stadt. Erstere, die Förderung sogenannter PV-Balkonsolaranlagen bis 800 Watt gemäß der Förderrichtlinien zum Ausbau der Solarenergie, soll ab 1. Juli bereits in Kraft treten. Das Zweite, ein Förderprogramm für die private Dach- und Fassadenbegrünung in der Innenstadt, ist noch in der Vorbereitung. Zu beiden Vorhaben gab der Ausschuss sein Ok.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort