Diskussion um Straßenausbau Viel Redebedarf in Mittelbach

Mittelbach-Hengstbach · Thema im Ortsbeirat war der Ausbau der L 465 inklusive Fahrbahnteiler.

Die L465 wird auf einer Strecke von 2,4 Kilometern saniert: von der Landesgrenze zum Saarland bis kurz hinter den Ortseingang von Mittelbach-Hengstbach.

Die L465 wird auf einer Strecke von 2,4 Kilometern saniert: von der Landesgrenze zum Saarland bis kurz hinter den Ortseingang von Mittelbach-Hengstbach.

Foto: Mathias Schneck

Enorm groß war das Interesse an der letzten Sitzung des Ortsbeirates Mittelbach-Hengtbach am Donnerstag. Gut 25 interessierte Bürger und Bürgerinnen ließen den Sitzungssal im Hengstbacher Dorfgemeinschaftshaus fast aus allen Nähten platzen. Denn hierhin hatte Ortsvorsteher Kurt Dettweiler das Team des Landesbetriebs Mobilität um dessen Fachgruppenleiter Stefan Zodet geladen, um dem Ortsbeirat zum geplanten Ausbau der L 465 Rede und Antwort zu stehen.

Doch zuvor stellte Zodet den Anwesenden das Projekt und den Stand der Planungen in einer sehr ausführlichen Präsentation detailliert vor. Diese Planungen sehen vor, die L465 von der saarländischen Landesgrenze an Richtung Ortseingang Mittelbach-Hengstbach auf einer Strecke von 2,4 km für rund 5 Millionen Euro komplett zu sanieren und aus Gründen der Verkehrsicherheit von 5,30 Meter auf 6 Meter zu verbreitern (wir berichteten).

Bankette von je 1,50 Meter links und rechts der Straße, die Erneuerung des Radweges auf einer Strecke von 450 Metern zwischen Campingplatz und Abzweigung Hengstbacher Straße sowie damit verbunden an dieser Stelle der Bau eines Fahrbahnteilers gehören ebenfalls zu der Baumaßnahme.

Zodet betonte die Komplexität des auch planungsrechtlich anspruchsvollen Bauvorhabens, bei dem aufgrund der Trassenführung auch naturschutzrechtliche Aspekte und der Erhalt alten Baumbestandes, wo immer möglich eine Rolle spielen.

Fragen dazu hatten Ortsbeirat und Bürger gleichermaßen, weshalb Dettweiler seine liebe Mühe hatte, die Anwesenden immer wieder darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem Treffen nicht etwa um eine Einwohnerfragestunde, sondern um eine normale Ortsbeiratssitzung handelte, bei der Wortmeldungen ausschließlich von Beiratsmitgliedern erfolgen sollten. „Wenn sie Fragen haben, besprechen sie diese bitte mit einem der Ortsbeiratsmitglieder in der Nähe, damit dieses ihr Anliegen vorträgt“, so Dettweiler zur korrekten Vorgehensweise.

Dass sich viele der Fragen auf den Bau des Fahrbahnteilers und das Verkehrsaufkommen beziehen würden, war fast abzusehen. Den Unterschied zu der geschwindigkeitsreduzierenden Baumaßnahme in Rimschweiler, musste Zodet nochmals einigen Ratsmitgliedern erläutern. Und während Ralf Kieper zum Beispiel klargestellt haben wollte, dass sich der geplante Fahrbahnteiler nicht auch als Gefahrenpunkt für Radfahrer erweisen könne, kritisierte Aaron Holaus den zweiprozentigen Anteil des Schwerlastverkehrs auf dem betreffenden Straßenabschnitt.

Den Wunsch, diesen zu verringern hatten viele, zumal es immer wieder Lkw gebe, die diese Straße befahren, obwohl sie andere Wege zu ihren Zielorten nutzen sollten, erklärte Dettweiler dazu. Dem Einwand, dass man mit einer breiteren Straße auch möglicherweise einer Zunahme des Schwerlastverkehrs Vorschub leisten könne, erteilte er eine Absage. Auch seien zwei Prozent ein vergleichsweise sehr geringer Anteil. betonte Zodet. Erika Watson musste der Kaiserslauterer Fachmann detaillierter erklären, in wie weit der bestehende Baumbestand weichen muss. „Die alte Eiche aber bleibt“, stellte Zodet klar.

Die Frage nach dem zu erwartenden Baubeginn aber konnte aber auch der Fachmann vom LFS bestenfalls schätzen. Und für die Frage, ob denn von saarländischer Seite ebenfalls ein Ausbau vorgesehen ist, war Zodet eindeutig der falsche Adressat.

 Herbert Beckmann wollte dagegen wissen, ob die Bushaltestellen, die im Zuge der Baumaßnahmen neu angelegt werden müssen, denn auch Unterstellplätze böten. Auch dazu konnte Zodet wenig sagen. Letztlich entscheide so etwas auch der Betreiber selbst. Dettweiler dazu ganz pragmatisch: „Ich bin ja schon froh, dass die Bushaltestellen überhaupt mit gemacht werden.“

Blieb noch die Frage nach einem möglichen Ausbau der ebenfalls desolaten Straße innerhalb des Ortes selbst. Doch bis dahin fließt wohl noch viel Wasser den Hornbach runter. Dettweiler indes hat aber auch das durchaus schon im Hinterkopf: „Mir ist wichtig, dass wir das heute hier als Gedankenstütze mitnehmen.“

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