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Rosenstadt-Döner hygienisch unbedenklichUmfrage: Fühlen Sie sich beim Döner- und Eisessen sicher?

Rosenstadt-Döner hygienisch unbedenklichUmfrage: Fühlen Sie sich beim Döner- und Eisessen sicher?

Zweibrücken. In Sachen Lebensmitteln ist in Zweibrücken alles im Lot. Michael Renkawitz, Prüfer des zuständigen Ordnungsamtes: "Die bundesweiten Ergebnisse gelten für Zweibrücken nicht." Hintergrund: Am Montag hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in seinem Bericht 2008 vor allem viele Geflügeldönerverkäufer und Eisdielen bemängelt

Zweibrücken. In Sachen Lebensmitteln ist in Zweibrücken alles im Lot. Michael Renkawitz, Prüfer des zuständigen Ordnungsamtes: "Die bundesweiten Ergebnisse gelten für Zweibrücken nicht." Hintergrund: Am Montag hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in seinem Bericht 2008 vor allem viele Geflügeldönerverkäufer und Eisdielen bemängelt. Die drei Dönerläden und sechs Eisdielen in der Rosenstadt habe man aber noch nie beanstandet, heißt es aus dem Ordnungsamt. Eis beinhalte weder zu viele Keime, noch sei es falsch deklariert. Alle Eisläden stellten ihre Sorten vor Ort her, holten sich Zutaten wie Milch, Nussmark, Kakaopulver oder gefrorene Erdbeeren von Händlern, denen sie vertrauten. Überhaupt seien Beanstandungen selten. "Gerade bei Gaststätten gibt es auch hier manchmal kleine Probleme bei der Hygiene. Da sind vielleicht mal die Wände fettig, weil die Dunstabzugshaube nicht richtig funktioniert", sagt der Lebensmittelkontrolleur. Im Laufe der letzten zehn Jahre habe man nur bei zwei Gaststätten zum äußersten Mittel greifen müssen: der sofortigen Schließung. Renkawitz: "Wegen erheblicher Hygienemängel bestand da Gefahr für die Gäste."Die Beanstandungsquote in Zweibrücken liege unterhalb des Bundesschnitts.Auch im Landkreis Südwestpfalz hat es "in letzter Zeit keine Häufung" von lebensmittelrechtlichen Beanstandungen gegeben, sagt Kreis-Sprecherin Ulla Eder. Geflügel- und Döner-Produktionsstätten gebe es in der Südwestpfalz überhaupt nicht - und nur jeweils 13 Dönerbuden und Eisdielen. "Diese werden nach Risiko-Vorgaben des Landes kontrolliert, und zwar Döner-Verkaufsstellen etwa ein Mal jährlich und Speiseeis-Verkaufsstellen zwei Mal jährlich." Was für Beanstandungen es bei den turnusgemäßen Kontrollen gab, konnte die Kreisverwaltung gestern Nachmittag nicht mehr recherchieren. Zweibrücken. "Das ist schon eklig, wenn man so recht überlegt", antwortet die 14-jährige Jaline Susemihl, als sie erfährt, dass bei vielen Geflügeldönerherstellern und Eisdielen in Deutschland Hygienemängel entdeckt wurden. Der 25-jährige Jason Schaden glaubt aber, dass in Zweibrücken und Umgebung mehr auf die Sauberkeit geachtet wird. "Wären in den Dönerbuden Hygienemängel von Lebensmittelkontrolleuren zu finden, würden sie doch alle schon längst zumachen. So gut wie jede Zweibrücker Dönerbude hat ihre Stammkunden, die essen mit gutem Gewissen dort und der Laden läuft. Außerdem essen die Arbeiter ihr Fastfood doch selbst." Auch Marie-Luise Kunz aus Zweibrücken hat ihre Stamm-Dönerbude in der Stadt. "Ich esse zwar nicht oft Döner, jedoch finde ich in meiner Stammbude alles in Ordnung - dort weiß ich, was ich esse", sagt die 46-Jährige. "Auch mein 16-jähriger Sohn hat hier in Zweibrücken seine Stammbude. Er geht dort seit Jahren hin und ist auch zufrieden." kki

hintergrundLebensmittelkontrolleure prüfen in den Betrieben, ob etwa Mikrowellen oder Gummidichtungen verschmiert sind, die Betriebe die Temperatur angelieferter Waren überprüfen, Fliegenschutzgitter an den Fenstern fehlen oder im Lager anstatt des auf der Karte genannten Schafskäses nur Fetakäse steht. Die Abteilung Lebensmittelüberwachung des Ordnungsamtes ist für Metzgereien, Cafés, Kantinen, Schmuckgeschäfte oder Spielzeugläden zuständig.Die Prüf-Abstände sind risikoabhängig - Spielzeugläden etwa alle drei Jahre, Gaststätten jedes halbe bis ein Jahr, Schlachthöfe täglich. ek