„Dehäm“ im Zweibrücker Rosenhotel Neues Pfälzer Restaurant öffnet in Innenstadt

Zweibrücken · Die Rosenhotel-Betreiber wollen damit auch ein seit Jahren in Zweibrücken immer seltener gewordenes Angebot schaffen.

 Farbenfroh soll das am Montag eröffnende Restaurant „Dehäm“ nicht nur leckeres Essen bieten, sondern auch optisch Lebensfreude in den Alltag bringen.

Farbenfroh soll das am Montag eröffnende Restaurant „Dehäm“ nicht nur leckeres Essen bieten, sondern auch optisch Lebensfreude in den Alltag bringen.

Foto: Cordula von Waldow

Ab Montag gibt es in Zweibrücken ein neues Restaurant. Zum ersten Mal in seiner langjährigen Geschichte eröffnet das Rosenhotel, das bislang als Hotel Garni ausschließlich Übernachtung mit Frühstück anbot, im ehemaligen Rosencafé (später Timeless und zuletzt Shisha-Bar) ein Restaurant. Angeboten wird dort vorwiegend saar-pfälzische Spezialitätenküche. „Dehäm“ heißt es passend.

Für Christa Groh erfüllt sich damit ein lang gehegter Traum. Die 62-jährige hat seit Jugendzeit gekellnert und vor 30 Jahren auch einmal ein Restaurant in Saarbrücken geführt. Vor mittlerweile sieben Jahren hat die gebürtige Zweibrückerin gemeinsam mit Ehemann Sascha das Rosenhotel in der Stadtmitte übernommen (Von-Rosen-Straße/Ecke Fruchtmarktstraße).

Die Anregung, ein saar-pfälzisches Restaurant zu ergänzen, kam letztlich durch die Hausgäste. Christa Groh berichtet: „Wir sind immer wieder gefragt worden, wo man denn hier regionale Spezialitäten essen kann.“ Italienisch, spanisch, griechisch, asiatisch oder türkisch ist kein Problem und auch Bistro-Küchen finden sich in der Rosenstadt, doch „pälzisch“? „Also machen wir es selbst“, beschloss das Wirte-Ehepaar, das selbst sehr gerne Restaurants erkundet.

Das ehemalige Rosencafé bot sich an. Erstens hatten sich, als dort zuletzt die Shisha-Bar war, Hotel-Gäste über den Geräuschpegel in den Abendstunden beklagt und zweitens missfiel Vielen der Wasserpfeifen-Geruch.

Wichtig auch für das Hotel: Neben dem offiziellen Restaurant-Eingang von der Fruchtmarktstraße her, gibt es jetzt einen direkten Zugang vom ersten Stockwerk des Rosenhotels aus, so dass Hotelgäste „ihr“ Restaurant trockenen Fußes erreichen können. Über den Hotelaufzug wird zudem ein barrierefreier Zugang geschaffen, so dass künftig auch Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehproblemen das im Obergeschoss gelegene Restaurant bequem erreichen können.

Wer jetzt denkt, pfälzisch und regional sei altbacken, hat weit gefehlt. Küchenchef Silas Hellwig interpretiert die traditionelle Regionalküche auf frische, moderne Art. Der örtliche Metzger aus der Nachbarschaft produziert für das „Dehäm“ eigens kleine Saumägen und auch sonst kommen vorwiegend Zutaten aus der Region auf den Tisch. „Wir wollen unsere Spezialitätenkarte lieber kleiner halten und das Angebot dafür alle 14 Tage abgestimmt auf die Saison wechseln“, plant Christa Groh Abwechslung.

Den Auftakt machen etwa Pälzer Worschtsupp, Hoorische mit weißer Specksoße, Bratwurst mit Rotkraut und Pürree oder eine Pälzer Streichzeit für eine oder mehrere Personen mit Hausmacher-Spezialitäten. Daneben gibt es in der Standardkarte Klassiker wie Schnitzelgerichte und Steaks, dazu bunte Salatteller, Dessertklassiker und sogar phantasievolle Gerichte für Veganer. „Unsere Tochter ist Veganerin und die mag auch nicht immer nur Salatteller oder Gemüseplatte und Kartoffeln essen“, beschreibt die Hotelchefin die Motivation, auch für diesen zunehmenden Gästekreis mit Liebe etwas Besonderes zu zaubern. Wie etwa ein würziges Gulasch vom Wurzelgemüse.

 Christa und Sascha Groh setzen auch bei Getränken auf regionale Herkunft.

Christa und Sascha Groh setzen auch bei Getränken auf regionale Herkunft.

Foto: Cordula von Waldow

Bier und Wein kommen ebenfalls aus der Pfalz und sind aus den Lieblingen des Wirtsehepaars zusammengestellt.

Wer das Restaurant betritt, ist sofort gut gelaunt. Christa Groh lacht und erklärt, was nicht zu übersehen ist: „Ich liebe Farbe.“ Bunte Stühle in fröhlichen Farben von Petrol über Orange und Olivengrün bis Gelb, bunte Farbakzente bereits an der Treppe und sogar in Petrol und Orange gehaltene Toilettentüren lassen jedes Wintergrau ebenso vergessen, wie die gelben Sonnenschein-Wände.

Zunächst einmal öffnet das „Dehäm“ montags bis freitags abends mit Küchenzeiten von 17 bis 22 Uhr, angelehnt an die Bedürfnisse der Hotelgäste.

Mit zwei Servicekräften wurden insgesamt drei Arbeitsplätze geschaffen, die, wenn alles gut läuft und das „Dehäm“ auch von den Zweibrückern und Gästen aus der Region gut angenommen wird, gerne aufgestockt werden sollen. „Wir müssen uns erst einmal einarbeiten und bekannt machen. Dann entwickeln wir weiter“, plant das Ehepaar.

Zu den rund 50 Restaurantplätzen gibt es ein Nebenzimmer mit einer Kapazität für 20 Personen. Die ersten Geburtstags- und Weihnachtsfeiern seien bereits gebucht, lassen die Gastronomen wissen. Ob à la carte, Menü oder Buffet können die Gäste frei wählen. Und auch zu den Weihnachtsfeiertagen soll das „Dehäm“ öffnen, mit unter anderem einem pfälzischen Weihnachtsmenü.

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