Risiko Rauchen und Übergewicht

Die Selbsthilfe Schlaganfall hatte am vergangenen Samstag einen Info-Stand im Foyer eines großen Einkaufsmarktes aufgebaut. Dort konnte man sich über Risiken und Vorsorge informieren sowie seinen Blutdruck und Blutzucker messen lassen.

Der Selbsthilfe-Verein "Schlaganfall" Zweibrücken und Umgebung bietet Hilfe vor Ort. Vorsitzender Peter Jakobi war mit ehrenamtlichen Mitgliedern mit einem Stand am vergangenen Samstag im Globusfoyer anwesend und Ansprechpartner. Blutdruck und Blutzucker wurden kostenlos gemessen, Gespräche brachten Antworten auf bestehende Probleme.

Es ging darum, die Öffentlichkeit über Risiken, Anzeichen und Folgen eines Schlaganfalles aufzuklären. Denn erhöhte Blutzuckerwerte und Bluthochdruck sind in der Anfangsphase für die Betroffenen meistens nicht spürbar, sie beeinträchtigen das Wohlbefinden nicht, können aber in der Folge die Grundlagen späterer Beeinträchtigungen bis hin zu einem Schlaganfall bilden.

"An die 270 000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und der häufigste Grund für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter", betont Jacobi. Vorsorge, kann also viel Leid verhindern.

Karin Kettenring aus Maßweiler war zum Einkaufen gekommen. "Ich bin Mitglied im Verein, betroffen bin nicht ich, sondern mein Mann", sagt sie, "ich habe im Verein schon wichtige Hinweise und Anregungen erhalten".

Antje Kölsch aus Bexbach sagt: "Ich bin zufällig hier unterwegs, habe mich gerade informieren lassen, meine Werte stimmen, aber man weiß ja nie." Ferdinand Meyer aus Gersheim: "Ich wusste nichts von der Schlaganfallhilfe hier, habe mich aber gleich mal durchchecken lassen. Ich habe mir jetzt vorgenommen, öfter mal bei meinem Hausarzt vorbeizuschauen."

"Es gibt natürlich noch weitere Risikofaktoren", erklärt Jacobi, "die jeder gesundheitsbewusste Mensch vermeiden oder wenigstens verringern kann". Dazu gehören in erster Linie Bewegungsmangel, Übergewicht , übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen. Raucher haben ein dreifaches erhöhtes Risiko im Vergleich zu altersgleichen Nichtrauchern.

Häufigste Frühsymptome des Schlaganfalls sind: Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Lähmung, Taubheitsgefühl, Schwindel, Gangunsicherheit, sehr starker Kopfschmerz.

Wenn Betroffene diese Beschwerden haben, sollten sie nicht zögern, die Notrufnummer 112 zu wählen.