Richtungsstreit um Flughafen

Zweibrücken/Mainz. Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium verteidigt auf Merkur-Anfrage die Entscheidung des Zweibrücker Flughafens, das Nebellandesystem Cat 2 für Anflüge aus Richtung Contwig zu installieren

Zweibrücken/Mainz. Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium verteidigt auf Merkur-Anfrage die Entscheidung des Zweibrücker Flughafens, das Nebellandesystem Cat 2 für Anflüge aus Richtung Contwig zu installieren. In der entgegengesetzten Richtung wäre eine Verlängerung der Anflugbefeuerung von heute 480 auf die grundsätzlich vorgeschriebenen 900 Meter ohne Millionen-Aufwand problemlos möglich gewesen, meinen Kritiker auf dem Flughafen-Diskussionsforum " www.zqw-forum.de".Das Ministerium hält dem nicht nur die Hoffnung auf eine Ausnahmegenehmigung (wir berichteten) entgegen: "Bereits bei der Einrichtung von Cat 1 wurde die spätere Aufrüstung auf Cat 2 vorbereitet und ein Teil der erforderlichen Technik mitverbaut. Vor allem ist die Betriebsrichtung mit der verkürzten Anflugbefeuerung (Hauptanflugrichtung 21, Starts in südwestliche Richtung) aufgrund der Windrichtungsverteilung in Zweibrücken die Hauptanflugrichtung und wird in fast 70 Prozent der Fälle genutzt." Die Höhe, in der Piloten über eine Landung entscheiden, sei "in der Hauptanflugrichtung 21 deutlich besser als in der Nebenanflugrichtung 03 und erreicht fast Cat 3-Niveau. Dieser Vorteil soll genutzt werden, zumal die technische Voraussetzung (Nähe der bereits bestehenden Energieversorgungsstation) für die Aufrüstung der Aufsetzzonenbefeuerung in Hauptanflugrichtung schon durch die Installierung von Cat 1 gegeben war. Ein Wechsel der Anflugrichtung wäre demnach nicht sinnvoll." lf