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Rheinland-Pfalz bereitet Corona-Impfung vor

Drei Anlieferstellen vorgesehen : Rheinland-Pfalz bereitet Corona-Impfung vor

Das Land arbeite „mit Hochdruck“ an der Vorbereitung der Impfung für die Menschen im Land, erklärt die Gesundheitsministerin.

 Das Bundesgesundheitsministerium sieht nach Angaben der rheinland-pfälzischen Landesregierung in dem Bundesland drei Anlieferstellen für einen möglichen Corona-Impfstoff vor. Das Berliner Ministerium habe den Bundesländern eine Abfrage zu geeigneten Adressen zugesandt, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mit. Bundesweit sollen angeblich 60 Impfzentren entstehen. Nach Informationen des Bundesgesundheitsministeriums könnte mit der Auslieferung eines Impfstoffes wahrscheinlich Anfang des kommenden Jahres gerechnet werden.

„Rheinland-Pfalz arbeitet mit Hochdruck an der Organisation und Vorbereitung der Impfung für die Menschen im Land“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). Wann exakt einer oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen werden, sei abhängig von der Zulassung durch die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA), der Vertragslage zwischen der EU-Kommission und den Herstellern und Fragen der Logistik, erklärte das Mainzer Ministerium.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Freitag seine Einschätzung bekräftigt, dass erste Corona-Schutzimpfungen voraussichtlich in den ersten Monaten des nächsten Jahres möglich werden. Man gehe weiterhin davon aus, dass Anfang 2021 ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Zu den Firmen, die an der Entwicklung eines Impfstoffs arbeiten, gehört auch das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech, das mit dem US-Konzern Pfizer zusammenarbeitet.