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Reichling für Stadtverband mit ZW-Land

Reichling für Stadtverband mit ZW-Land

Zweibrücken. Im Zweibrücker Oberbürgermeister-Wahlkampf stehen sich Amtsinhaber Helmut Reichling (parteiunabhängig, aber CDU-Mitglied) und Verbandsbürgermeister Kurt Pirmann (SPD) zurzeit zwar als Konkurrenten gegenüber. Trotzdem will Reichling mit der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gemeinsame Sache machen - und zwar möglichst noch vor der Wahl am 4. September

Zweibrücken. Im Zweibrücker Oberbürgermeister-Wahlkampf stehen sich Amtsinhaber Helmut Reichling (parteiunabhängig, aber CDU-Mitglied) und Verbandsbürgermeister Kurt Pirmann (SPD) zurzeit zwar als Konkurrenten gegenüber. Trotzdem will Reichling mit der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gemeinsame Sache machen - und zwar möglichst noch vor der Wahl am 4. September. Mehr Zusammenarbeit könne die Effizienz der benachbarten Kommunalverwaltungen erhöhen, sagte Reichling gestern Nachmittag bei einem Pressegespräch zum Zweibrücker Haushalt (siehe oben): "Das müssen wir gezielt angehen. Ich treffe mich regelmäßig mit Kurt Pirmann, auch mit Landrat Hans Jörg Duppré." Mit Duppré sei er sich bereits einig, gemeinsam mit dem Kreis die innerörtlichen Radarkontrollen zu übernehmen und zu verstärken (was Anwohner immer wieder forderten), wenn die Polizei sich hiervon im Zuge der Kommunalreform voraussichtlich irgendwann ab Ende des Jahres gänzlich zurückziehen werde. Reichling bedauerte, dass der Zweibrücker Stadtrat von der bereits begonnenen Kooperation mit der Kreis-VHS wieder abgerückt ist (wir berichteten)."Optimal" fände Reichling, Zweibrücken und Zweibrücken-Land zu einem gemeinsamen "Stadtverband" zusammenzuschließen. Sollte man hierfür die Weichen schon vor der OB-Wahl stellen? Es sei natürlich "pikant", weil Pirmann gegen ihn antrete, antwortet Reichling: "Aber ich verstehe mich mit Pirmann in Sachfragen so gut, dass ich keine Hemmungen habe, das zu machen." Konkret vorstellbar seien gemeinsame Ämter, insbesondere in den Bereichen Bauen, Standesamt oder Kultur und Tourismus. Ein solcher Stadtverband sei in Rheinland-Pfalz auch rechtlich möglich. Und die Landesregierung wolle zwar die kreisfreien Städte nicht antasten - habe aber mehr Zusammenarbeit mit Verbandsgemeinden ausdrücklich angeregt. lf