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Regionalgruppe Südwestpalz der St. Jakobus-Gesellschaft

Regionalgruppe Südwestpalz der St. Jakobus-Gesellschaft : Im Zeichen der Muschel wandern und helfen

Die Jakobspilger der Region Südwestpfalz laden im August zur ersten Sommerwanderung. Außerdem suchen sie Helfer, um gleich zwei Routen auszuschildern.

Wandern und helfen – dies sind zwei Anliegen, die sich gemeinsam mit der Regionalgruppe Südwestpalz der St. Jakobus-Gesellschaft bequem miteinander verbinden lassen. In einer Zeit, als coronabedingt noch keine Pilgerwanderungen möglich waren, hätte die Ausschilderungsaktion an der Süd- und Nordroute des Pfälzer Jakobswegs starten können. Seit März 2019 bereits ist die St. Jakobus-Gesellschaft offiziell zur Ausschilderung der Pfälzer Jakobswege befugt. Entsprechend war bereits im vergangenen Jahr damit begonnen worden, die offiziellen Jakobswege zu kontrollieren und mit den neuen, weithin leuchtenden Pilgermuscheln in Sonnengelb auf blauem Untergrund anzubringen.

„Damit wollen wir jetzt weitermachen“, erklärt Pressesprecher Heinz Burkhardt aus Zweibrücken. Zwar hätten sich bislang 18 Helfer gemeldet, doch die Strecken sind weit. Allein die Südroute von Bad Bergzabern bis Hornbach hat rund 65 Kilometer Wanderwege. „Wir sind froh um jeden, der mitmacht. Man sollte schon mit drei, vier Leuten laufen“, erklärt der erfahrene Jakobspilger.

Am einfachsten sei es, die Schilder mit Baukleber an die Baumrinde oder andere Wegweiser besonders an Kreuzungen zu heften. Seien die Bäume dann gewachsen, verändere sich die Rinde und die Schilder platzten ab. Deshalb müssten die Strecken alle paar Jahre neu ausgeschildert werden. Die Materialkosten würden von den beteiligten Verbandsgemeinden sowie Städten in der Südwestpfalz übernommen.

Für die südwestpfälzische Regionalgruppe betrifft dies die Route von der Abzweigung zur Nordroute nach Metz oberhalb von Kirrberg nach Hornbach sowie die Südroute auf den von der Struktur- und Gemeindedirektion SGD Süd ausgewiesenen Wegen.

Die konkrete Planung sieht die Ausschilderung der Nordroute von Bechhofen über die Hütte am Kehrberg in Homburg und Schloss Karlsberg vor. Gegabelt führt ein Weg durch das Gelände der Homburger Uniklinik zur Kirrberger Emilienruhe. Ein zweiter Weg verläuft von der Fischerhütte und der Merburg durch das Lambsbachtal. Beide treffen auf der Höhe der Weißen Trisch in der Nähe der beiden Berghöfe zusammen und führen von dort über Wörschweiler nach Metz.

Doch auch das gemeinsame Wandern ist mittlerweile wieder gestattet. Gleich nach den Sommerferien, am Samstag, 22. August, wollen die Jakobspilger in diesem Jahr unter den geltenden rheinland-pfälzischen Bestimmungen der Coronazeit für Veranstaltungen das Samstagspilgern wieder aufnehmen.

Heinz Burkhardt beschreibt: „Unsere Wanderung bei Rutsweiler an der Lauter wird uns von der Zweikirche dort bis nach Wolfstein mit seinen Burgen führen, und von dort wieder zurück.“

Die Strecke ist rund 13 Kilometer lang. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Zweikirche. Eine Parkmöglichkeit gebe es dort an der B 270 zwischen Rutsweiler und Wolfstein. Um Anmeldung mit der Angabe von Adresse und Telefonnummer bis spätestens Samstag, 15. August, wird gebeten.

Anmeldung und weitere Informationen bei Heinz Burkhardt, Tel. (0 63 32) 43 60 4 oder per E-Mail an rg.pirminiusland.suedwestpfalz@gmail.com.