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Vergiftete Eier: Regionale Händler: Unsere Eier sind unbedenklich

Vergiftete Eier : Regionale Händler: Unsere Eier sind unbedenklich

Fipronil-Skandal betrifft nur Eier aus Holland – Rund um Zweibrücken viele Eier aus der Region.

() Der Fipronil-Skandal um Eier aus Holland, die möglicherweise mit dem gefährlichen Stoff behandelt wurden, verunsichert auch die Zweibrücker Verbraucher. Edeka Ernst, Wasgau und Cap-Markt geben Entwarnung: Sie verkaufen nur Eier aus Deutschland, größtenteils sogar aus der unmittelbaren Region. Damit seien die Kunden auf der sicheren Seite.

Dieter Ernst, der im Hilgard-Center und in Niederauerbach zwei Edeka-Märkte betreibt, berichtet von Verunsicherung bei seinen Kunden. „Aber da wir seit Jahrzehnten mit der Firma Hauter aus Zweibrücken und dem Landwirt Rose aus Mainzberg im Saarland zusammenarbeiten, sind die Eier in unseren Märkten nicht betroffen“, sagt er. Sein Lieferant aus Mainzberg, der Landwirt Stephan Rose, hat inzwischen sogar ein Schreiben für die Kunden herausgegeben. Darin heißt es, dass das Landesamt für Verbraucherschutz die Eier aus Mainzweiler auf bedenkliche Stoffe aus Reinigungs- und Parasitenbekämpfungsmitteln untersucht habe. „Dabei wurden die Produkte für unbedenklich befunden“, heißt es dabei in dem Schreiben.

Auch im Cap-Markt in der Hallplatzgalerie gibt es Eier zu kaufen. Laut der Marktleiterin Andrea Huber hielten sich die Fragen der Kunden bisher im überschaubaren Rahmen. „Ich habe das Gefühl, dass die Leute relativ entspannt sind. Sie fragen zwar, aber wir sind nicht betroffen. Wir beziehen die Eier über Edeka Südwest und die Ware kommt ausschließlich aus Deutschland. Wer noch sicherer gehen will, der soll am besten unsere losen Eier kaufen, die Stammen aus Nünschweiler von der Firma Lichti, also ganz nah“, so Huber.

Isolde Woll, Marketingleiterin der Wasgau-AG aus Pirmasens, die auch in und um Zweibrücken mehrere Märkte betreibt, kann ebenfalls Entwarnung geben. „Unsere Eier sind aus der Region. Wir haben gerade eine Woche, bevor der Skandal bekannt wurde, sowieso große Schilder und Tafeln aufgestellt, damit die Kunden wissen, wo die Eier herkommen. Das ist momentan natürlich hilfreich, um Irritationen zu vermeiden“, sagt sie. Wie genau die Kunden vor Ort reagierten wisse sie leider nicht, „ich bin ja nicht in den Märkten direkt tätig.“

So oder so: Die Einzelhändler aus der Region setzen tendenziell auf Eier von örtlichen Produzenten. Damit, das sagen alle drei unisono, sei man im Zweifelsfall immer auf der sicheren Seite.