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6. Zweibrücker "fahrRadTag": Regenwetter wird zur Spaßbremse

6. Zweibrücker "fahrRadTag" : Regenwetter wird zur Spaßbremse

Beim 6. Zweibrücker "fahrRadTag" mit Cityskating hat das bescheidene Wetter den Sportlern gestern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nur wenige wagten sich bei Regen und kühlen Temperaturen auf die Strecke.

Es gibt so Tage und Veranstaltungen, da kommt man einfach nicht drum herum, über das Wetter zu sprechen. Der 6. Fahrradtag in Kombination mit dem Zweibrücker Cityskating am gestrigen Sonntag ist genau solch ein Tag, dem in erster Linie das zunächst kalte und kühle Wetter einen Strich durch die Rechnung machte.

Pünktlich zum offiziellen Startschuss des Fahrradtages am Morgen gab es nämlich erst mal eine große Ladung Regen. Da war es nicht verwunderlich, dass es gerade einmal fünf Fahrradfahrer auf den Herzogplatz bewegt hat. Darunter Bürgermeister Christian Gauf, der den Startschuss für die beiden angebotenen Runden gab. Unterstützt wurde er dabei von seiner Frau Anja. „Wir sind sehr nass geworden“, erzählt sie schmunzelnd.

Eigentlich hatten die beiden die größere Runde, die Sportlerrunde mit einer Länge von 57 Kilometern geplant. Aufgrund des Wetters haben sie sich dann aber spontan für die Hobbyrunde mit einer Länge von fast 27 Kilometern entschieden. Auch Anja Schimmel aus Contwig, die mit ihrer Tochter am Fahrradtag teilnahm, wählte vorsichtshalber die kleinere Runde. Die beiden hatten den Regen abgewartet und starteten erst um die Mittagszeit. Davon abhalten lassen wollten sie sich aber nicht, denn der Ausflug hat mittlerweile Familientradition. „Wir fahren im vierten Jahr mit“, erklärt sie.

Dennoch, viele Radfahrer fanden sich im Laufe des Tages nicht mehr ein. Nach und nach gingen vereinzelte Fahrer auf die Strecke und auch auf dem Herzogplatz, auf dem es Musik mit „MEP Live“ gab, Essen und Trinken bereitstand, oder man sich bei einer E-Bike Teststation von Radsport Sieber ausführlich informieren konnte, herrschte zeitweise große Leere. Die Musiker von „MEP Live“ nahmen es trotzdem mit Humor und konnten es sich nicht verkneifen, unterhaltsame Scherze auf eigene Kosten zu machen.

Am Stand des Vereins Verkehrswacht Zweibrücken hatten Clara Reiser, Holger Langfeldt und Hartmut Stegner auch nicht viel zu tun. Bei ihnen konnten sich Fahrradbesitzer theoretisch ihr Rad gegen einen kleinen Kostenbeitrag von fünf Euro codieren lassen. Der Code wurde dabei auf dem Fahrradrahmen eingefräst. „Das hilft, um potenzielle Diebe anzuschrecken“, erklärte Holger Langfeldt. Eine Handvoll Menschen nutze dieses Angebot bis zur Mittagszeit. Am Stand des Kultur- und Verkehrsamtes sah man es auch mit leicht bedrückter Stimmung, gehen dem Fahrradtag doch mit Streckenplanung und verkehrsrechtlicher Anmeldung, der Platzierung von Versorgungsstationen, dem Einrichten eines Shuttleservices an einem steilen Bergstück in Mittelbach sowie dem Zusammenstellen des Unterhaltungsprogramms jede Menge Vorbereitung voraus. Aber: „Es ist eben ein ganz normales Risiko“, erklärte Esther Budell-Hoffmann im Hinblick auf die Wetterlage.

Dennoch freute sich das Team über alle, die es trotzdem riskiert hatten und erklärten gerne die Routen und die neue digital-interaktive Möglichkeit der Streckenführung. „Wenn Sie ein Smartphone haben, können sie erstmals einen Barcode scannen.“ Dieser Barcode war mit einer dafür eingerichteten Seite verknüpft, die nicht nur Informationen zur Strecke gab, sondern dem Fahrradfahrer auch zugleich anzeigte, an welchem Punkt der Strecke er sich gerade befindet. Etwas mehr Zuspruch fand hingegen das Team von Caro´s Inline Academy. Die verliehen wie in den Vorjahren Skates direkt vor Ort und hatten einen kleinen Hindernisparcours auf dem Herzogplatz aufgebaut, der besonders von jungen Fahrern genutzt wurde.

 Etwas mehr los war am Nachmittag bei den Inline-Skatern.
Etwas mehr los war am Nachmittag bei den Inline-Skatern. Foto: jam/Jan Althoff

 Bei der gemeinsamen Skaterunde für Familien am frühen Nachmittag fanden sich sogar mehr Skater ein, als im Gut-Wetter-behafteten Vorjahr.