Rechtsextreme Gefahren aufzeigen

Zweibrücken. Mit Aufmärschen und Infoständen tauchen Neonazis immer wieder in Zweibrücken auf. Mit Unterschriftenlisten, Mahnwachen und anderen Gegenveranstaltungen tritt das Bündnis für ein buntes Zweibrücken dem entgegen. "Wir wollen dazu mit Veranstaltungen auf rechte Tendenzen und rechtsextreme Symbolik hinweisen", sagt der im Bündnis engagierte Norbert Pohlmann

Zweibrücken. Mit Aufmärschen und Infoständen tauchen Neonazis immer wieder in Zweibrücken auf. Mit Unterschriftenlisten, Mahnwachen und anderen Gegenveranstaltungen tritt das Bündnis für ein buntes Zweibrücken dem entgegen. "Wir wollen dazu mit Veranstaltungen auf rechte Tendenzen und rechtsextreme Symbolik hinweisen", sagt der im Bündnis engagierte Norbert Pohlmann. So am kommenden Dienstag, 19. Januar, 19 Uhr, im Physiksaal der Berufsbildenden Schule mit dem Vortrag "Ferien im Führerbunker". Die Referentin, Andrea Röpke, analysiert die neonazistische Kindererziehung der "Heimattreuen Deutschen Jugend". Deren ideologische und soldatische Methoden sorgten im vergangenen Jahr für Schlagzeilen und Empörung. Im März 2009 wurde der Verein verboten. Doch das Verbot darf nach Meinung der Referentin nicht darüber hinwegtäuschen, dass Neonazi-Erzieher weitermachen.Die Diplom-Politologin ist im Themenbereich Rechtsextremismus tätig. Ihre Recherchen wurden in den Magazinen "Spiegel" oder "Stern" veröffentlicht. Seit einigen Jahren arbeitet sie für die Fernsehmagazine "Panorama" und "Monitor". Die Veranstaltung soll als Aufklärungshilfe dienen und einen Überblick über Ideologien, Strategien und Handlungsweisen der "Heimattreuen Jugend" geben. Mit der Veranstaltung setzt das Bündnis die Reihe "Nazis erkennen - Demokratie stärken" fort. Am Dienstag, 23. Februar, referiert Fabian Virchow über Naziaufmärsche. Die Vortragsreihe gehört zum Veranstaltungsprogramm der Zweibrücker Volkshochschule. Die Vorträge sind für die Teilnehmer kostenlos. Unterstützt werden die Vortragsabende der Initiative "Buntes Zweibrücken" von den örtlichen Parteiverbänden der Grünen, der ÖDP, den Jusos, den Linken, der SPD sowie der IG Metall.