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Der neue Kindergarten in Altstadt: Raumnot im Himmelsgarten lösen

Der neue Kindergarten in Altstadt : Raumnot im Himmelsgarten lösen

Bei den Kosten für den Kindergarten-Neubau in Altstadt bewege man sich, so Beigeordneter Weißmann, im Plan.

Eigentlich sollte der Umbau der alten Altstadter Grundschule zum Kindergarten samt neuem Anbau schon seit diesem Sommer fertig sein. Die Notwendigkeit, noch in der Bauphase das Projekt um zwei weitere Kindergarten-Gruppen zu erweitern, hat die Bauzeit um ein Jahr verlängert, nun soll im Sommer 2018 die neue Einrichtung zur Verfügung stehen. Bei einem Ortstermin gestern erläuterte Bernd Weißmann, Kirkels erster Beigeordneter, im Gespräch mit unserer Zeitung das Was und Warum.

„Im November des vergangenen Jahres sind wir vom Saarpfalz-Kreis aufgefordert worden, deutlich mehr Krippenplätze zur Verfügung zu stellen, als ursprünglich in der Baumaßnahme geplant.“ Daraufhin, so Weißmann, habe er veranlasst, dass die ursprüngliche Abschluss-Decke des Neubaus verstärkt wurde, „damit in Sachen Statik eine Aufstockung des Baus um ein zweites Geschoss möglich ist“. Den ersten Gedanken, den bestehenden Bau des alten Kindergartens „Himmelsgarten“, dieser soll durch den Um- und Neubau ersetzt werden, in Zukunft weiter für die Kinderbetreuung zu nutzen, habe man verworfen, die zu erwartenden Kosten für den dann auch dort nötigen Umbau seien schlicht zu hoch gewesen.

„Daraufhin haben wir ab Beginn dieses Jahres Pläne erstellen lassen, wie man den neuen Kindergarten um die geforderten, zusätzlichen Gruppen ergänzen könnte.“ Zwischenzeitlich habe man im schon im Rohbau stehenden Neubau die technischen Voraussetzungen geschaffen, um ein weiteres Stockwerk aufzusetzen. Natürlich habe auch eine baurechtliche Prüfung seitens der Unteren Bauaufsicht stattgefunden, „diese Genehmigung haben wir vor rund drei Wochen erhalten. Jetzt ist alles in trockenen Tüchern.“

Mit der nun anstehenden Veränderung der bisherigen Planungen gingen zusätzliche Kosten von rund 680 000 Euro einher, damit erhöhe sich das Volumen für die reinen Bauarbeiten, gerechnet ohne die Ausstattung und Einrichtung der dann neuen Kita, auf knapp 2,4 Millionen Euro, wie Bauleiter Gerhard Mees vom ausführenden Bauunternehmen Castalena zusammenrechnete. Eine besondere Herausforderung, wie Weißmann gestern auch schilderte, sei die Situation des TV Altstadt während der Baumaßnahmen. Der Verein nutze die alte Schulturnhalle, die für einen Spiel- und Trainingsbetrieb nötigen Umkleiden, Duschen und WCs hätten aber dem Neubau weichen müssen. Um dem Verein aber weiterhin die Nutzung der Halle zu ermöglichen, habe man die frühere Rot-Kreuz-Garage umgenutzt, dort Umkleidemöglichkeiten geschaffen und auch eine mobile Toiletten-Anlage bereitgestellt.

„Das ist natürlich jetzt für den Verein ein bisschen schade, dass sich diese Einschränkung noch ein weiteres Jahr zieht.“ Verändere sich aufgrund der externen Vorgaben die Bauzeit um ein Jahr, so könne man bei den Baukosten für das Projekt bislang feststellen, dass sich alles so entwickle, wie es die Planungen vorsähen.

Und auch bei den zusätzlichen Kosten habe man durch eine entsprechende Optimierung die nötigen Summen so klein wie möglich halten können, „wir bauen hier gut und günstig“, so Weißmann. Beim Rundgang durch die alte Schule und den schon bestehenden Rohbau des ursprünglich geplanten Neubaus wurde gestern auch klar, dass man das ursprüngliche Bauziel Sommer 2017 hätte halten können, hätte es nicht die neuen Vorgaben gegeben: Zahlreiche Räume im Altbau sind schon fertig, im Neubau sind schon Teile der Ausstattung gelagert. Doch die nötige Erweiterung der Planungen führte zu einem veränderten Ablauf bei den Bauarbeiten.

Doch schon jetzt kann man erkennen, dass das umfassende Konzept des neuen Kindergartens in Altstadt die schon lange bestehende Raumnot im alten Kindergarten „Himmelsgarten“ wird lösen können, am deutlichsten wird das auch im neuen Speiseraum.