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Rat will nicht alle Soldaten billiger in Rosengarten lassen

Rat will nicht alle Soldaten billiger in Rosengarten lassen

Zweibrücken. Oberbürgermeister Helmut Reichling hat nach Widerstand im Stadtrat seinen Vorschlag vorerst zurückgezogen, allen Soldaten vergünstigten Eintritt zu den Zweibrücker Rosentagen vom 24. bis 26. Juni im Rosengarten zu gewähren. Reichling hatte daran erinnert, dass die Wehrpflicht ausgesetzt ist, die letzten Rekruten wurden Anfang Januar einberufen

Zweibrücken. Oberbürgermeister Helmut Reichling hat nach Widerstand im Stadtrat seinen Vorschlag vorerst zurückgezogen, allen Soldaten vergünstigten Eintritt zu den Zweibrücker Rosentagen vom 24. bis 26. Juni im Rosengarten zu gewähren. Reichling hatte daran erinnert, dass die Wehrpflicht ausgesetzt ist, die letzten Rekruten wurden Anfang Januar einberufen. Bislang erhielten Wehrpflichtige wie Schüler, Studenten, Behinderte, Gruppen und Sozialausweisträger Rabatt. Reichling bat, "als Zeichen der Solidarität" allen Soldaten die Ermäßigung zu gewähren.Doch Reichlings Vorschlag sorgte für Erregung bei beiden großen Fraktionen. Berni Düker (SPD) fragte: "Warum soll ein Oberstleutnant Ermäßigung kriegen? Hier geht es doch um Personen mit geringem Einkommen!" - "So ist es!", pflichte Jürgen Kroh (CDU) Düker bei und ergänzte ironisch: "Dann machen wir freien Eintritt für alle!" Auch CDU-Fraktionschef Eckhart Schiller meinte, man könne doch nicht einen General billiger in den Rosengarten lassen. Ulrich Schüler (FDP) schlug als Kompromiss vor, "Soldaten im Mannschaftsdienstgrad" die Ermäßigung zu gewähren. Reichling folgte Schillers Vorschlag, in einem Jahr - wenn es tatsächlich keine Wehrpflichtige gibt - erneut über das Thema zu beraten.

Schiller berichtete, er plane eine Sammlung alter Bücher oder DVDs von Bürgern für die Zweibrücker Soldaten in Afghanistan. Reichling sagte zu, eine Sammelstelle im Rathaus einzurichten. lf