Hochschule bringt qualifizierte Frauen in den Arbeitsmarkt Mit Selbstvertrauen in den Arbeitsmarkt

Zweibrücken · Zwölf Teilnehmerinnen haben die diesjährige Qualifizierung „Aim“ der Hochschule Kaiserslautern erfolgreich abgeschlossen. „Aim“ richtet sich an zugewanderte Frauen aus den Bereichen Informatik, Naturwissenschaften und Technik und unterstützt diese bei ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt.

 „Aim“-Teilnehmerinnen und Betreuerinnen bei einem Online-Treffen.

„Aim“-Teilnehmerinnen und Betreuerinnen bei einem Online-Treffen.

Foto: Hochschule Kaiserslautern

(red) Zwölf Teilnehmerinnen aus dem Iran, Syrien, der Türkei und weiteren Ländern haben am 31. Oktober die diesjährige Qualifizierung „Aim – Geflüchtete Mint-Akademikerinnen in den Arbeitsmarkt“ am Institut „Equal“ der Hochschule (HS) Kaiserslautern erfolgreich abgeschlossen. „Aim“ richtet sich speziell an zugewanderte Frauen aus den Bereichen Informatik, Naturwissenschaften und Technik und unterstützt diese bei ihrem individuellen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Bedingt durch ihre familiäre Situation können Frauen trotz sehr guter Qualifikation in vielen Fällen nicht adäquat an Qualifizierungsangeboten teilnehmen. „Aim“ wurde vor diesem Hintergrund als Teilzeitqualifizierung entwickelt. Dabei werden auch die besonderen Anforderungen der Zielgruppe berücksichtigt und den teilnehmenden Frauen wird so ein Weg zur bildungsadäquaten Integration in den Arbeitsmarkt geebnet.

Die Qualifizierungsmaßnahme fand bereits zum dritten Mal statt und wie auch in den vergangenen beiden Durchgängen hat bereits rund die Hälfte der Teilnehmerinnen unmittelbar nach Abschluss den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Nach Einschätzung des Leiters des Instituts „Equal“, Professor Antoni Picard, hat der erfolgreiche und häufig unmittelbare Einstieg der Teilnehmerinnen in den Beruf insbesondere folgende Gründe:

- Eine intensive Kompetenzfeststellung identifiziert die Fähigkeiten der Teilnehmerinnen, die ihre Chancen auf qualifizierte Arbeit in Deutschland erhöhen. Diese werden im Anschluss gezielt gefördert und ausgebaut.

- Zudem wird direkter Kontakt zu Unternehmen hergestellt und die Firmen dabei beraten, wie sie Kandidatinnen möglichst effektiv beruflich integrieren können.

Von diesem Vorgehen profitieren die Qualifizierungsteilnehmerinnen und die Unternehmen gleichermaßen, teilt die HS mit. Insbesondere angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels gewinnen die Firmen auf diese Weise hoch qualifiziertes Fachpersonal.

In insgesamt neun Monaten Qualifizierung erwerben die Teilnehmerinnen neben Fachkompetenzen auch sogenannte „Soft Skills“ wie etwa interkulturelle Kompetenzen. Zusätzlich lernen sie in Bewerbungstrainings die spezifischen Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes kennen.

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Zutrauen und welcher Präzision die Teilnehmerinnen nach der Qualifizierung ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen vermitteln können“, sagt Anke Schwenk-Bauer, Projektkoordinatorin in „Aim“. Denn eine der größten Hürden speziell für zugewanderte Frauen sei es, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten auch in einem fremden Arbeitsumfeld wiederzufinden.

Noch immer sei es nicht selbstverständlich, dass hoch qualifizierte Zugewanderte adäquate Arbeitsplätze in Deutschland finden, berichtet der in Zweibrücken lehrende Professor Picard. „Hier leistet das Projekt einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag. Nicht nur für die deutsche Wirtschaft, sondern auch für jede einzelne Teilnehmerin“, sagt er.

„Aim“ ist ein Projekt im Rahmen von „Profi – Programm zur Förderung der bildungsadäquaten Integration geflüchteter Akademiker in den deutschen Arbeitsmarkt“. Bewerbungen für die Qualifizierungsrunde im kommenden Jahr 2023 sind bereits möglich unter
www.hs-kl.de/hochschule/institute/institut-equal/fuer-zugewanderte/bewerbung/formular

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